ein ganzes Feld reifer AK-47 ernten

Wir waren in die einsamen Wälder Kanadas gereist, um einem Freund bei seiner Outdoorernte zu helfen. Wir rauchten noch einen Joint am Abend davor und gingen dann früh ins Bett. Wir waren noch von der Reise erschöpft und die nächsten Tage würden auch hart werden, schließlich wollten wir innerhalb eines Wochenendes ein ganzes Feld reifer AK-47's ernten ...

Leider began der nächste Tag im Angesicht von strömendem Regen nicht gerade vielversprechend.

ak47 01Wir setzten uns zum Frühstück und Beratung zusammen. Wenn der Regen spätestens am Mittag nachlassen würde, hätten die Pflanzen eine Chance durch Sonne und Wind noch zu trocknen um sie anschlie­ßend zu ernten. Sollte das schlechte Wetter jedoch länger anhalten, bes­tand die Gefahr, daß sich Schimmel in den Blüten bilden und unser Gastgeber seine Ernte verlieren würde. Abgesehen davon, wollte ich die Ernteaktion ja fotografieren und das war unter den herrschenden Wetterbedingungen auch nicht möglich. Also beschlossen wir den Mittag abzuwarten um zu sehen wie sich das Wetter entwickeln würde.

Die Wettergötter waren uns zum Glück tatsächlich freundlich gesinnt, nach ein paar Stunden hörte es auf zu Regnen und die Sonne brach sich mit warmen Sonnenschein ihren Weg durch die Wolkendecke. Als auch noch ein leichter Wind aufkam, wechselte der Himmel schnell von grau zu blau und wir machten uns auf den Weg in den Wald zu den AK's ...

Unser Gastgeber, hatte für seinen Outdoorgrow eine Lichtung im Dickicht des Waldes angelegt. Zunächst war der Weg dorthin einfach, aber je näher wir dem Spot kamen desto schwieriger wurde es für uns, uns einen Weg durch das Gestrüpp und die Dornen zu schaffen.

Glücklicherweise hatten wir unseren Führer dabei um uns den Weg zu weisen.

Schließlich erreichten wir das Guerrilla Feld und der Anblick der sich im Wind wiegenden Pflanzen raubte uns erstmal den Atem. Die Ak's waren keine Original 47's von Serious Seeds, da der Grower eine kanadische Sorte namens Freeze Land miteingekreuzt hatte. Die Pflanzen sahen alle recht gesund aus und in Anbetracht der Wetteraussichten war es der richtige Moment zu ernten, auch wenn einige wenige Exemplare durchaus noch etwas länger hätten blühen können.

Der Guerrilla Grower hatte die Stecklinge im Frühjahr in individuellen Growsäcken eingepflanzt, die eine Mischung aus Universal Erde, Kom­post und Wurmhumus enthielten. Während der Blütephase fügte er zur Extradüngung noch Fledermausguano hinzu.

Clever wie er ist, hatte er das Substrat schon im Winter davor vorbereitet und die fertigen Säcke in der Nähe des Growspots versteckt. Zum einen konnten die Nährstoffe von der Erdmischung aufgenommen werden und zum anderen war es weniger auffällig das nötige Material bereits im Winter vor Ort zu haben, als damit im Frühling aufzumarschieren.

Die Stecklinge wurden während der ersten 3 Wochen der Wachstums­phase in einem Gewächshaus vorgezogen und anschließend in die Säcke umgepflanzt. Wenn nötig, konnte man so die gesamte Plantage ohne allzu große Umstände verlegen, sollten wilde Tiere, Wanderer oder im schlimmsten Fall die Mounties, die berühmte und berittene Polizei Kanadas, das Feld trotz aller Sicherheitsvorkehrungen entdecken.

ak47 02Ein nahgelegener Fluss sorgte für die notwendige Bewässerung. Die Growsäcke waren atmungsaktiv und wasserdurchlässig und die Wurzeln der Pflanzen hatten sich ihren Weg durch das Material gebahnt und waren bis in den Boden durchgedrungen.

Nach näherer Betrachtung stellten wir fest, daß sich auf den Blättern einiger Pflanzen Mehltau, ein aggresiver Pilz der Pflanzen vor allem in feucht-warmen Klima befallen kann und bei Cannabis zu erheblichen Ernteeinbußen führen kann, gebildet hatte. Zu diesem Zeitpunkt war es allerdings schon zu spät, um noch etwas gegen die Krankheit zu tun.

Wir machten uns also sofort an die Arbeit, trennten die Pflanzen in ernte­reife und unbefallene auf und begannen das Feld abzuernten. Wie geplant schafften wir es die gesamte Ernte innerhalb von drei Tagen zu ernten.

Der Schaden hielt sich in Grenzen und unser Guerrilla Grower war mehr als zufrieden mit dem Ergebnis seiner Arbeit. Die Ernte organischer Cannabisblüten würde ihn durch das Jahr bis zur nächsten Saison bringen bis es wieder Zeit war geeignete Stecklinge zu finden, die Growsäcke zu füllen und einen neuen Spot im Wald zu finden ...

0 Comments: