Wie der Garten wächst - Teil 1 - Ein Blick auf drei Cannabis Gärten

August 3rd at 3:55am Tasha Maxwell

EIN BLICK AUF DREI GÄRTEN IM LAUFE DER ZEIT 23. JULI EIN FELDBERICHT

Ich habe dieses Jahr für SOFT SECRETS drei Marihuana-Pflanzungen aufgesucht. Wir befinden uns nun mitten in der Saison. Die „Lichtentzugspflanzen“ werden jetzt oder demnächst geerntet. Der erste Garten ist ein Privatgarten und die beiden anderen sind kom­merzielle Projekte, die von einer Dispensary (Verkaufsstelle für medi­zinisches Marihuana) gesponsert werden.

DER PRIVATGARTEN

In den Innenstädten von Nordkalifornien ist jedes Stück Land wertvoll und jede verfügbare Fläche wird genutzt, auch wenn sie als nicht besonders geeignet erscheinen mag. Das Gewächshaus, das wir uns ansehen, wurde auf einer Fläche zwischen zwei Gebäuden errichtet und ist 4 m lang und 3,5 m breit. Das Dach fällt von einer Höhe von 3 Metern etwas schräg ab. Das Dach und eine Wand sind offen für das Licht. Diese Seite ist mit klarem Wellkunststoff bedeckt.

Cannabis Garten 00Ein Laufweg in der Mitte teilt die Anbaufläche. Nur ein Teil wird für Cannabis genutzt. Auf der anderen Seite befindet sich ein Tisch mit Behältern, in denen Orchideen wachsen.

Der Cannabisgarten erhält jeden Tag nur vier oder fünf Stunden direktes Sonnenlicht. Dieses wird ergänzt durch zwei Inda-Gro­Induction-Leuchtstofflampen (Verbrauch jeweils 420 Watt) und einen Bad Boy-Leuchtkörper mit vier T5-Leuchtstoffröhren. Die beiden Lampen hingen anfangs über den Pflanzen, aber dort verstellten sie das Sonnenlicht. Eine Lampe wurde in einem 45 Grad-Winkel an der hin­teren Wand befestigt. Die andere wurde an der Ecke der Wand und des Daches angebracht, unter einer Holzkonstruktion, die von vornher­ein Licht blockierte. Fast das gesamte erzeugte Licht fällt auf die Pflanzen.

Die T5-Leuchtstofflampen waren auf eine Beleuchtungsdauer von 90 Sekunden eingestellt, wobei sich das Licht immer im Abstand von vier Stunden einschaltete. Diese kurze Beleuchtungszeit unterbrach die Dunkelphase und hielt die Pflanzen unter natürlichem Licht und bei einer verkürzten Dauer hellen Sonnenlichts ganz in der Cannabis Garten 01Wachstumsperiode. Als der Lichtzyklus auf die Blühphase umgestellt wurde, bekamen die T5 eine andere Aufgabe zugewiesen, nämlich ergän­zend Licht zu liefern zusammen mit den beiden induktiven Leuchtstofflampen. Die drei Lampen geben Licht von 9 Uhr bis Mittag, und nochmals von 16 bis 20 Uhr - Zeitabschnitte, in denen die Pflanzen nur indirektes natürliches Licht erhalten.

Heute, am 23. Juli, war Tagesanbruch um 5 Uhr 36 und Einbruch der Dunkelheit um 20 Uhr 55, also Licht für insgesamt 15 Stunden, 19 Minuten. Aufgrund des Lichtentzugs erhalten die Pflanzen jedoch seit dem 1. Juli täglich weniger als 12 Stunden Licht. Die Verdunkelungstechnik ist einfach, aber wirksam.

Zwei lichtundurchlässige Matten wer­den jeden Abend von der höchsten Stelle des Daches abgerollt und spä­ter am Tag wieder eingerollt. Mit den Matten gab es anfangs zwei Probleme. Erstens, sie waren nicht breit genug für eine vollständige Abdeckung und ließen eine Öffnung für das Licht. Diese Problem wurde Cannabis Garten 02gelöst, indem ein Streifen von undurchlässigem weiß/ schwarzem Polyäthylen-Kunststoff über den unbedeckten Kunststoff geklebt wurde. Das zweite Problem mit den Verdunkelungsmatten ist, dass sie etwa 60 cm kürzer sind als die Länge des Gewächshauses, was für das Licht eine große Lücke lässt. Es wurde gelöst durch die Anfertigung von zwei Rahmen aus 1 cm dicken PVC-Rohren. Jeder ist 2 m breit und 65 cm lang. Ein Rahmen ist mit w/s Polyäthylen bedeckt, der andere mit einem schwar­zen Schattiernetz. Der weiß/schwarze Kunststoff ist leichter und normaler­weise einfacher zu konstruieren und zu legen als das Schattiernetz. Beide werden von der Vorderseite über das Dach ausgebreitet, nachdem die Matte ausgerollt worden ist. Zusammen sind sie breiter als das Dach, so dass ein Rahmen leicht auf dem anderen liegt.

Die nach Süden gehende Front wird mit Verdunkelungsvorhängen verdun­kelt, die normalerweise in Hydroshops erhältlich sind. Sie hängen an Gardinenstangen an beiden Seiten der Tür. Die Glastür des Gewächshauses hat ihre eigene Rolljalousie.

Der Garten befindet sich im Gebiet der San Francisco Bay, die Temperatur bleibt ziemlich kühl, gewöhnlich unter 26 °C. Die Wärme wird derzeit durch einen Abluftventilator (eingestellt auf 23 °C) und einen Schwenkventilator mit 40 cm-Blättern unter Kontrolle gehal­ten. Eine portable Klimaanlage, die für Wärmeaustausch sorgt, ist installiert, aber nicht eingeschaltet, weil das CO2­ Tanksystem noch nicht aufgebaut wurde. Es geschieht

 

noch in dieser Woche.

DIE GÄRTEN VON MENDOCINO

Ich habe einige Gärten in den Hügeln von Mendocino besucht, einen der Counties, die das berühmte „Emerald Triangle“ bilden, das für seine Blüten der Connaisseur-Güteklasse bekannt ist. Einer von ihnen ist ein Outdoor-Garten; bei dem anderen handelt es sich um ein Gewächshaus mit Lichtentzug.

Der Outdoor-Garten befand sich in einer Hochebene, die zwischen entfernten höheren Hügeln liegt. Ein kleiner Bagger war einige Jahre zuvor in den Dienst gestellt worden. Der ursprüngliche Boden wurde in einem breiten, etwa 1 m breiten und 1 m tiefen Streifen ausgebaggert und durch eine spezielle lokale Erdmischung ersetzt, die in einem Cannabis Garten 03Gartencenter vor Ort gekauft wurde, das auch eine überra­schend große Auswahl an Düngern und Düngerzusätzen für die Blühphase im Angebot hatte.

Die Erde wird jährlich mit Nährstoffen ergänzt, und mit Mykorrizapilzen. Zusammengebundene Bambusstangen halten die Netze in Position. Die Zweige wachsen durch sie hindurch und werden teilweise durch den Draht gestützt, so dass es weniger wahrscheinlich ist, dass sie brechen oder durch den Wind geschädigt werden. So werden sie auch davon abge­halten, sich in den Bereich der benachbar­ten Pflanzen hinein zu lehnen. Es sind alles Blue Dream, die kaum größer als 1,5 m werden. Sie reifen Anfang Oktober.

Ich war in einem Gewächshaus, das bil­lig aus mit durchsichtigem Polyäthylen bespannten Metallrahmen errichtet wor­den war. Anfang Juni wurde über dem 5 m hohen gewölbten Gewächshaus in mühevoller Arbeit eine weiß/schwarze Polyäthylen-Abdeckung angebracht. Die Pflanzen werden voraussichtlich in der ersten Augustwoche geerntet.

Die Pflanzen wachsen in 75-C-Behältern in einer Erdmischung, die der des obigen Gartens gleicht. In der vegetativen Phase wurde ihnen ein preiswerter kommer­zieller Dünger verabreicht, Grow-More 15-16-17, dessen Formel für erdelose Mischungen entwickelt wurde, so dass er zusätzliche Mikronährstoffe enthält. Das Gießwasser wurde auf etwa 300 PPM angereichert, wozu ein Dramm-Injektor verwendet wurde. Etwa zwei Wochen nach Einsetzen der Blühphase wurde die Düngerformel auf 5-25-25 umgestellt, ebenfalls mit 300 PPM.

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