Anbau der grössten und potentesten Hanfblüten

July 28th at 3:55am Tasha Maxwell

Wie die meisten von uns nutzt auch Steve das Ende des Jahres für eine Pause und einen Rückblick auf das zurückliegende Jahr. Er führt sich vor Augen, welche besonderen Ereignisse es gab, welche Ziele er erreichen konnte und was hätte besser klappen sollen. Gerade für ihn als Grower ist es sehr wich­tig, immer wieder zu reflektieren und die so gewonnenen Erkenntnisse in seinen Indoorgarten ein­fließen zu lassen. Ihm ist dabei aufgefallen, dass je mehr er auf seine Pflanzen, sein hydroponisches Equipment, seine Anbaumethoden und seine Ergebnisse achtet, desto eher bemerkt er Probleme, kann sinnvolle Verbesserungen vornehmen und so eine bessere und größere Ernte erzielen.

In dieser grow! wird euch Steve berichten, wie er vorgeht, um seine Erntemenge zu erhöhen und die Qualität zu steigern. Doch bevor Ste­ve sich um eine Optimierung kümmert, stellt er zuerst den Ist-Zustand fest und blickt zu­rück auf die Erfahrungen der vergangenen Monate. Dazu macht er sich eine Liste, auf die er seine Antworten auf folgende Fragen schreibt:

Welche Sorten haben im ver­gangenen Jahr den größten Ertrag gebracht?

Welche Sorten hatten bei ihm den besten medizinischen Effekt?

Welches Equipment musste er im letzten Jahr ersetzen?

Welches Equipment fügte er als „Up-grade" hinzu, ohne dass es wirklich notwen­dig gewesen wäre? Anbau5

Welche Schädlinge und Krankheiten (wenn überhaupt) traten bei seinen Pflanzen auf?

Wie wirksam konnte er sie bekämpfen und welche Methode funktionierte am be­sten?

Wenn Wachstums- oder Ertragspro­bleme auftraten, worauf waren sie zurückzu­führen? Auf die Nährstoffe, den pH-Wert, den EC, das Wachstumsmedium, die klimatischen Bedingungen, oder lag es an zu viel oder we­nig Wasser? Wie hatte er die Probleme in den Griff bekommen?

Wie sieht es mit seiner Nachbar­schaft aus, könnte sich jemand durch sei­nen Indoorgarten gestört fühlen, etwa durch Gerüche? Oder gab es Situationen, in denen die Existenz des Indoorgartens zu Problemen führte? Wie habe ich reagiert?

Was habe ich mir während des letz­ten Jahres als wichtige Veränderung selbst vorgenommen? Habe ich sie umgesetzt und das Ergebnis erreicht, das ich angestrebt hat­te?

Die Antworten auf diese Fragen geben Ste­ve einen genauen Überblick und sind wie ein Fahrplan, der ihm die nächsten Schritte ein­facher macht. So sieht er gleich, was er be­reits erreicht hat und wo es noch Probleme gibt. Denn bei der Vielzahl von unterschied­lichen Einflüssen, die für den Erfolg eines In­doorgartens wichtig sind, kann man leicht den Überblick verlieren.

Steve hat be­reits einige seiner Tricks und Techniken verra­ten. Er hat diverse Möglichkeiten getestet und immer wieder versucht, seinen Growraum, seine Pflanzen und letztendlich die Ernte zu verbessern.

Es fällt ihm bei der Beobachtung seiner Pflan­zen immer wieder auf, dass es Stellen in sei­nem Garten gibt, an denen die Pflanzen nicht so wachsen, wie er das gerne hätte. Offenbar fehlt es den Pflanzen an diesen Stellen an etwas. Es kann sein, dass es hier zu kalt oder zu warm, die Belüftung oder die Versorgung mit Flüssigkeit zu schlecht ist. Dabei ist es wichtig, dass die Temperatur im optimalen Bereich ist, genauso wie die Luftfeuchtigkeit. Die Belüftung muss in der Lage sein, die verbrauchte Luft regelmäßig durch frische zu ersetzen. Nur wenn alle Be­dingungen passen, kann eine Pflanze optimal wachsen und entsprechende Erträge liefern.

Steve wird auch häufig von anderen „Medical Growern" zu Hilfe gerufen. Anbau2Oft muss er dann feststellen, dass die Probleme hausgemacht sind und sich mit etwas Know-how in den Griff bekommen lassen. Nicht selten liegt es am Dünger, der nicht ausreichend dosiert und aus­gewogen genug ist. Es geht nicht darum, den Pflanzen das Notwendigste zu geben, sondern das Beste und das in optimalen Dosierungen. Professionellen Growern wie Steve geht es da­rum, die Pflanzen an ihr Maximum zu bringen und das herauszuholen, wozu sie genetisch in der Lage sind. Und dazu gehört seiner Meinung nach eine optimale und ausgewogene Nährlö­sung mit allen wichtigen Vitaminen und Spu­renelementen und so viel CO2, wie die Pflanzen vertragen können.

Doch die Optimierung des Growraums ist ein langwieriger Prozess, der Schritt für Schritt er­folgen sollte, will man nachhaltige Ergebnisse erzielen.

Als ersten Schritt testet Steve aus, wie viel Dünger die Pflanzen vertragen, also wie hoch er den EC Wert steigern kann, bevor die Pflan­zen die ersten Überdüngungs-Symptome zei­gen. Dazu rührt er eine Düngermischung an, die exakt den Vorgaben des Herstellers ent­spricht. Mit einem EC-Messgerät ermittelt er den genauen EC-Wert, den er als Ausgangs­punkt für seinen Versuch nimmt.

Als Beispiel gehen wir von einem Wert von 1,6 bei einem pH-Wert zwischen 5,8 bis 6,3 aus.

Nun erhöht er die Düngerkonzentration in Schritten von jeweils bis zu 0,4 EC. Vorher hat er mit sauberem Wasser das Wachstums­medium gut gespült, um alle Nährsalze he­rauszulösen und den EC-Wert möglichst weit zu senken. So stellt er sicher, dass es zu kei­ner Anreicherung von Nährsalzen im Medium kommt, die im schlimmsten Falle die Wurzel und damit die Pflanze zerstören könnten. Nun kann er in einem sauberen Wasserbehälter die neue Nährlösung anmischen, die er um ei­nen Wert von 0,4 erhöht hat.

Handelt es sich um einen hochwertigen Dün­ger, zeigt das EC Meter nun einen Wert von 2,0 an. Die nächsten 1 bis 6 Tage erhalten die Pflanzen die höhere Dosierung, wobei er sie täglich mehrfach genau untersucht. Als gute Effekte beschreibt er die sich dunkelgrün ver­färbenden Blätter und das zunehmende und schnellere Wachstum. Manchmal bemerkt er aber auch nach Tagen keine Wirkung. Bevor er dann den Versuch mit einer höheren Dosie­rung wiederholt, gibt er den Pflanzen noch ein paar Extra-Tage Zeit, vielleicht tut sich ja doch noch was. Denn ihm ist bewusst, das mit stei­gender Dünger-Konzentration auch das Risiko für bleibende Schäden steigt. Um auf Nummer sicher zu gehen und den Pflanzen nicht zu viel zuzumuten, lässt er es lieber langsam ange­hen.

Denn eines möchte er nicht sehen, und das sind gelbe und braune Blattränder, die wie verbrannt wirken. Sie sind ein Alarmsignal und deuten darauf hin, dass die Wurzeln be­reits beschädigt wurden und dringend der Salzgehalt im Medium gesenkt werden muss. Auch eine unnatürlich dunkelgrüne Farbe kann auf eine Überdüngung hindeuten. Anbau6

Dabei toleriert Steve leichte Überdüngungs­Anzeichen noch als einen Indikator dafür, dass er die maximale Düngerkonzentration erreicht hat. Nehmen diese Anzeichen aber zu — und das kann innerhalb weniger Stunden passieren — ist eine umgehende Spülung mit sauberem Wasser angesagt, um die zu hohe Nährstoffkonzentration aus dem Medium zu waschen. Danach stellt er den EC-Wert wieder auf den nächst geringeren Wert ein, bei dem es keine Probleme gab. Wenn die verbrannten Blattränder verschwin­den (und das wird nur auf neu gewachsenen Blättern der Fall sein), oder wenn die unna­türlich dunkle grüne Farbe zurückgeht und wieder normal wird, ist das der Beweis dafür, dass die Pflanze zuvor überdüngt worden ist. Manche Grower wollen ans Limit gehen, de­nen empfiehlt Steve, den Test mit einem EC-Wert von 1,8 zu wiederholen. Wenn 2,0 zu viel sind, könnte die Pflanze bei einem EC Wert von 1,8 noch gut zurechtkommen und optima­le Ergebnisse liefern. Wichtig ist dabei immer, dass aus einer geringen Überdüngung keine Vergiftung des Mediums wird, die genau das Gegenteil bewirken würde.

Steve ist aufgefallen, dass die Fähigkeit der Pflanzen, mit hohen EC-Werten klarzukom­men, von Phase zu Phase variiert. Am hung­rigsten sind die Pflanzen in der Mitte der Wachstumsphase und von der zweiten bis zur fünften Woche der Blütephase. Es kann des­halb passieren, dass sie in einer Phase mit geringerem Nährstoffbedarf auf einen hohen EC-Wert mit Überdüngungssymptomen rea­gieren, während sie in einer anderen Phase bestens aussehen und auch so wachsen. Ste­ve nimmt sich deshalb die Zeit, seine Pflan­zen regelmäßig zu beobachten und achtet auf die Zeichen, die sie ihm geben. Nur so kann er rechtzeitig reagieren und Probleme durch Überdüngung vermeiden. Anbau3

Aber wenn seine Pflanzen bei einem EC-Wert von 2,0 immer noch gut aussehen und so­gar noch besser wachsen, ohne irgendwel­che negativen Effekte, warum sollte er dann nicht versuchen, ob sich bei einem Wert von 2,2 bis 2,4 nicht noch bessere Ergebnisse er­zielen lassen? Je höher der EC-Wert, desto wichtiger wird eine genaue Beobachtung der Pflanze. Dabei sind die negativen Effekte ge­nauso wichtig wie die positiven. Je nachdem weiß Steve, ob er zu weit gegangen ist oder ob die Pflanzen noch mehr vertragen. In der Regel halten die meisten Pflanzen EC-Werte über 2,8 nicht aus und gehen zugrunde. Doch es gibt einige, denen selbst solche oder noch höhere Werte nichts ausmachen.

Steve hat die Erfahrung gemacht, dass es bei derartigen Experimenten sehr darauf an­kommt, welches Düngeprodukt verwendet wird. Einige der günstigen Blumendünger sind so schlecht hergestellt, dass sie sich in der Wurzelzone anreichern, bis eine giftige Konzentration erreicht ist, die die Pflanze tö­tet. Das kann sogar dann passieren, wenn ei­gentlich unterdosiert und zu wenig Dünger verabreicht wird.

Steve nutzt die Möglichkeit zur Ertragsopti­mierung durch einen optimalen EC-Wert, in­dem er seine Pflanzen genau beobachtet und den EC-Wert entsprechend dem Bedarf der Pflanzen in den einzelnen Phasen anpasst. Guten Dünger bekommt er im Growshop seines Vertrauens, auch wenn der deutlich teurer ist als „ähnliche" Produkte aus dem Bau­markt.

Steigern des CO2 Gehalts der Luft für ein schnelleres Wachstum und einen größeren Ertrag

Wenn Steve seine Pflanzen zu maximaler Lei­stung treibt, indem er die Nährstoffkonzen­tration erhöht, dann funktioniert dass nur, wenn er auch andere Faktoren im Auge behält und entsprechend anpasst. Deshalb kombi­niert er mehrere der Faktoren, die einen po­sitiven Effekt auf den Metabolismus und auf das Wachstum der Pflanzen haben. So erhöht er den CO2-Gehalt der Raumluft, wodurch der Stoffwechsel der Pflanze besser funktioniert und sie die höheren Nährstoffgaben über­haupt erst in Wachstum umsetzen kann.

Er hat die Erfah­rung gemacht, dass bei CO2-Konzentrationen zwischen 50o und 1200 ppm das Wachstum und der Ertrag der Pflanzen so stark ansteigen, dass es den Aufwand und die Kosten der CO2­Anreicherung wettmacht — zumal das Gan­ze heute wesentlich einfacher und günstiger zu haben ist, als noch in der Startphase von Steves Grower-Karriere. Früher funktionierten CO2-Generatoren vorrangig durch die Ver­brennung eines Gases, wodurch das CO2 frei­gesetzt wurde. Doch gleichzeitig wurde auch eine Menge zusätzlicher Wärme im Growraum produziert, was nicht selten zu problematisch hohen Temperaturen geführt hat. Steve ver­wendet einen CO2-Generator namens „Cool Flame", der keine zusätzliche Wärme freisetzt und zudem einige Sicherheitsfeatures mit­bringt — damit nichts passieren kann. Anbau4

Wie beim Dünger, geht Steve auch bei der Anreicherung der Raumluft mit CO2 behutsam vor. Er beginnt bei der normalen CO2 Konzen­tration von etwa 35o ppm und erhöht sie auf 400 ppm. Er beobachtet wie immer den Effekt, den die Veränderung auf die Pflanzen hat. Denn auch CO2 kann überdosiert werden, was die Pflanze schädigen würde.

Als optimal hat Steve den Bereich von 800 bis 1000 ppm ermittelt. In diesem Bereich wach­sen die meisten Pflanzen schneller und brin­gen mehr Ertrag. Einige Sorten vertragen sogar noch höhere Werte, und wenn immer es mög­lich ist, geht Steve bis an die Grenzen. Doch je höher der CO2-Gehalt in der Luft steigt, desto gefährlicher wird es für Steve, sich im Grow­raum aufzuhalten und die Luft einzuatmen. Da er keine Lust hat, seinen Pflanzraum nur mit Sauerstoffgerät zu betreten, übertreibt er es mit dem CO2 in der Regel aber eher nicht.

Mehr Licht = Mehr Blüten

Wenn Steve den EC-Wert und die CO2-Kon­zentration erhöht, dann sorgt er gleichzei­tig auch für entsprechend gute Beleuchtung. Denn nur wenn der Pflanze genug Energie in Form von Licht zur Verfügung steht, kann sie das CO2 und die Nährstoffe mit Hilfe der Pho­tosynthese in Wachstum umwandeln. Wird nur einer dieser drei Faktoren erhöht, hat das kaum einen Effekt. Werden jedoch alle drei Faktoren, also die Nährstoffe, der CO2-Gehalt und das Licht auf optimale Werte eingestellt, erlebt Steve immer wieder, dass auch Anfän­ger und absolute Laien tolle Resultate erzie­len können. Bevor Steve zusätzliche Lampen in einem Raum installiert, schaut er sich das vorhan­dene Licht genau an. Er achtet auf sehr helle und vor allem auf die dunklen, verschatteten Bereiche. In vielen Growräumen wird aus­schließlich von oben beleuchtet, was zwar viel Licht für die oberen Bereiche der Pflanze bringt, aber kaum bei den unteren Blättern an­kommt. Ohne Licht gibt es keine Photosynthe­se und somit tragen die verschatteten Blätter auch kaum zum Wachstum und zur Blütenbil­dung bei. Am besten wäre es natürlich, jedes einzelne Blatt mit ausreichend Licht zu ver­sorgen. Auch wenn das kaum zu erreichen ist, kann seitliches Licht, bewegte Lichtquellen, reflektierendes Material und das Bewegen der Pflanzen zu einer besseren Ausleuchtung beitragen. Steve setzt verschiedene Leucht­stoffe ein, um seine Pflanzen auch von der Seite mit ausreichend Licht zu versorgen. Alle Wände und Stellen im Raum, auf die Licht fal­len könnte, hat er mit reflektierender Folie be­klebt, um so auch das indirekte Licht nutzen zu können. Ziel ist es, keine schattigen Stel­len mehr zu haben und alle Blätter möglichst gut auszuleuchten.

Steve ist ein Fan der Errungenschaften der modernen Technik. Anbau1Früher, so berichtet er, wurde noch mit einem normalen Lichtmesser die Beleuchtung gemessen. Damals drehte sich alles nur um die Lichtintensität. Doch heute ist klar, dass es nicht nur um die Inten­sität, sondern auch um das richtige Lichtspek­trum geht. Erst seit einigen Jahren lassen sich Lampensysteme finden, die deutlich besser auf das von Pflanzen benötigte Lichtspektrum abgestimmt sind. Besonders die neuen LED-Lampen weisen ein deutlich größeres Licht­spektrum als herkömmliche Natriumdampf­lampen auf und sind deshalb für den Anbau von Pflanzen gut geeignet. Steve hat bereits unterschiedliche Systeme ausprobiert, die besten Ergebnisse hat ihm eine LED-Lampe namens „Stealth Grow" geliefert. Sie bietet gerade in dem Spektrum die höchste Licht­intensität, in der es die Pflanzen benötigen. Außerdem gefällt Steve an den LEDs, dass sie relativ klein sind, wenig Wärme abgeben und elektrische Energie effizient in die optimalen Lichtspektren umwandeln.

Doch die interessanteste Besonderheit der LED-Lampen wie der „Stealth Grow" ist Ste­ve während der Blütephase aufgefallen. Er hat den Eindruck, dass das ausgewogene Lichtspektrum zu einer Stimulation der Wirk­stoffproduktion führt. Die Harzdrüsen werden deutlich größer und enthalten mehr Wirk­stoffe — ideal für die Haschischproduktion. Gerade für den Einsatz als Medizin ist das für Steve ein wichtiger Aspekt!

Ein weiterer Aspekt, den Steve für ausschlag­gebend für ein optimales Wachstum hält, ist ein ideales und konstantes Klima. Dazu zählt er die Temperatur, die Luftfeuchtigkeit und die Belüftung, Als ideale Temperatur für nor­mal belüftete Räume ohne CO2-Anreicherung gibt er 24°C bei 55 % Luftfeuchtigkeit an. Da­bei sollte die Luft im Raum stetig so bewegt werden, dass sich die Blätter der Pflanzen im Luftstrom leicht bewegen. Mit einem Abluft-ventilator sollte die Luft aber mindestens ein­mal pro Stunde komplett ausgetauscht wer­den.

Anders sieht es aus, wenn CO2 zugefügt wird. Durch das zusätzliche CO2 und den da­durch gesteigerten Stoffwechsel sind Tempe­raturen zwischen 27 und 30 °C ideal, wobei auch hier die Luftfeuchtigkeit bei 55 % liegen sollte. Durch die erhöhte Temperatur kann die Feuchtigkeitsabgabe der Pflanzen steigen. Eine leichte Bewegung der Luft sorgt dafür, dass die Blätter das CO2 optimal aufnehmen können.

Einstellen der Raum-Luftfeuchtig­keit und Filtern der Luft

Steve setzt in seinen Räumen CO2-Genera­toren ein. Da CO2 nicht billig ist, ist er daran interessiert, dass es nicht durch einen Ab­saugventilator aus dem Raum gezogen und vergeudet wird. Er verzichtet zwar nicht völlig auf den Absaugventilator, aber er hat ihn so eingestellt, dass er nicht läuft, wenn der CO2­Generator in Betrieb ist. Um die Luftfeuchtig­keit dennoch beeinflussen zu können, ver­wendet er einen Luftentfeuchter. Das sorgt zwar für zusätzliche Kosten und steigert den Energiebedarf deutlich, doch würde er darauf verzichten, könnten seine Pflanzen stark lei­den. Denn die feuchte Luft kann — ähnlich wie zu viel Feuchtigkeit im Wurzel-Medium — dazu führen, dass die Pflanze regelrecht „ertrinkt". Denn sie atmet über ihre Blätter und Wurzeln. Zu viel Wasser (egal ob als Feuchtigkeitsnebel oder als flüssiges Wasser in der Wurzelzone) ist dabei schlecht für die Pflanzen, da es den Gasaustausch behindert. Während der Blütephase kommt noch erschwerend dazu, dass eine hohe Luftfeuchtigkeit ein ideales Klima für die Entwicklung von Pilzen, also Schimmel in den Blüten darstellt. Anbau

Zur Vorbeugung gegen Schimmel, Schädlinge und Krankheiten empfiehlt Steve vielen seiner Grow-Freunde die Installation von mikrobak­teriellen Filtern und Luftwäschern, um die ein­gesaugte Luft gründlich zu reinigen. So lässt sich effektiv verhindern, dass mit der Luft Pilz­sporen und Mikroben in den Raum gelangen und hier Fuß fassen können.

Im Laufe der Zeit musste Steve einige Verän­derungen vornehmen, um seine bis dahin ge­machten Erfahrungen umzusetzen und so im­mer bessere Ergebnisse erzielen zu können. Das bedeutete nicht nur finanzielle Investiti­onen und Risiken, auch was seinen persön­lichen Lebensstil betraf, brachte seine Leiden­schaft für die Pflanzen einigen Wandel.

Denn all das tolle Equipment, die hochwer­tigen Dünger und das viele Wissen nützen nichts, wenn man nicht bereit ist, Verantwor­tung zu übernehmen und sich mit Hingabe dieser Aufgabe zu widmen.

Für Steve war dies ein längerer Prozess, der sich nun schon über Jahre hinzieht. Angefan­gen hatte er mit einer 250-Watt Lampe, nun betreibt er mehrere Räume mit durchschnitt­lich 10.000 Watt pro Raum. Logisch, dass er dazu von seinem Appartement in der Stadt in ein Haus auf dem Land ziehen musste. Er gab viel Geld für Equipment aus, auch für unnützes und unbrauchbares Zeug, und er musste viel über den Umgang mit Pflanzen und die spe­ziellen Bedingungen eines hydroponischen Indoorgartens, die unterschiedlichen Dünge­mittel und die vielfältige Genetik lernen.

Und er musste lernen, nicht jedem von sei­ner Aktivität zu erzählen — auch wenn er es in einem legalen Rahmen macht. Denn es gibt viele Menschen, die ihm gerne das Ernten ab­nehmen wollen ...

0 Comments: