Herstellung von medizinischem Marihuana Öl auf Alkoholbasis

November 15th at 2:55pm Tasha Maxwell

Marihuana-Öl 01Marihuana-Öl gilt als wirksame Arznei. Einfach „Run from the cure“ in Google eingeben und es erscheint die Geschichte von Rick Simpson auf YouTube. Darin erzählen verschiedene Leute, wie sie auf “Wunder“- bare Weise durch die zwei Monate währende Einnahme von wenig­stens vier Tropfen Marihuana-Öl am Tag geheilt wurden. Das Öl scheint gegen alle möglichen inneren Krebserkrankungen, aber auch gegen Hautkrebs und Ekzeme zu wirken Early Skunk. In „Run from the Cure“ wird das Öl durch Plastikspritzen abgegeben. Ich habe die Spritze auspro­biert und finde, dass das dickflüssige Öl schwer zu benutzen ist: Man vertut sich nämlich schnell und drückt einen ganzen Spritzer, anstatt eines einzelnen Tropfens heraus.

Rick Simpson

Deswegen verdünne ich das Marihuana-Öl mit etwas herkömmlichen Hanfsamenöl. Das dicke Marihuana-Öl wird flüssiger und lässt sich mit einer Pipette trop­fenweise verabreichen. Die sublinguale Aufnahmeform (unter die Zunge) hat den Vorteil, dass sich die Wirkung des Öls in fünf bis zehn Minuten entfaltet und dass die Tropfen die zählbar sind. Die Einnahme von Öl unter der Zunge ist ein dritter Weg der Cannabinoid-Aufnahme neben Inhalieren (wirksam in zehn bis 20 Sekunden) und durch den Magen (wirk­sam in 40 bis 60 Minuten).

In „Run from the cure“ wird gezeigt, wie Rick das Öl durch Verdampfen in einem Reiskocher erzeugt. Er selbst beschreibt das Verfahren als extrem gefährlich. Ich habe eine Methode entwickelt, die so ein­fach und sicher ist, dass sie jeder zuhause über der Spüle ausprobieren kann!

Herstellung von medizinischem Marihuana-Öl auf Alkoholbasis

Es sind zwei verschiedene Arten Alkohol verwendbar: Reiner Alkohol (96 %). Je nachdem, wo man lebt, erhält man dieses Ethanol in der Apotheke oder bei Unternehmen, die Produkte zur Eigenherstellung von Bier, Wein oder Spirituosen verkaufen.

Herkömmlicher Alkohol aus dem Spirituosenhandel, z. B. Wodka oder Rum. Am besten sucht man sich natürlich ein Getränk aus, das sehr viel Alkohol, aber nur sehr wenige Geschmacksstoffe wie Zucker enthält. Diese Getränke haben meist einen Alkoholgehalt von 40 bis 50 Prozent, der Rest ist Wasser. Wenn man nach der Gewinnung der Cannabinoide die Flüssigkeit zum Verdampfen brin‑

gen will, ist das bei Wasser am schwie­rigsten. Alkohol ist wesentlich flüchtiger als Wasser, also wird das Verdampfen des Wassers mehr Zeit beanspru­chen. Ein weiterer Nachteil ist, dass die Flüssigkeit nur die halbe Menge Alkohol enthält; dementsprechend hat Alkohol aus dem Spirituosenladen nur die halbe Ca nnabi noid-Auflösungskraft.

Achtung: Im billigen Putzalkohol ist der gefährliche Giftstoff Methanol enthalten, der nicht für den menschlichen Körper geeignet ist. Er richtet irreversible Schäden an Organen und Augen an, das kann schnell bis zur Blindheit führen! Damit er nicht getrunken wird, ist dieser Alkohol vergällt, also ungenießbar gemacht wor­den. Der Alkohol sollte natürlich fast voll­ständig verdampfen, trotzdem Vorsicht: Finger weg von diesem Alkohol!

Marihuana-Öl 04Zur Eigenherstellung von Marihuana-Öl wird folgendes benötigt:

(Tipp: im Internet nach 95-%igem Alkohol und Hanfsamenöl suchen!)

  • Marihuana-Buds, aber auch Abfall und Blätter sind okay.
  • Ein Aufwärmgerät für Babyflaschen mit einstellbarer Hitze.
  • Eine Luftpumpe wie für Aquarien
  • Reiner, 96-%iger Alkohol oder hoch­prozentige Spirituose
  • Ein Thermometer
  • Zwei kleine Mineralwasserflaschen, die in das Aufwärmgerät passen
  • Ein Trichter
  • Eine Packung Nylon-Socken, eine Art Nylon-Kniestrumpf
  • Ein paar unbenutzte Glasflaschen (10 CC) mit aufgeschraubter Pipette
  • Hanfsamenöl. Dabei handelt es sich um Öl aus industriell gewonnenen Hanfsamen. Das Öl enthält keinerlei Cannabinoide

Benötigt wird:

Füllen der ersten Flasche

Das Marihuana zerkleinern und die erste Flasche zu 25 bis 75 Prozent füllen. Nun den Alkohol hinzugeben und die Flasche bis fast zur Spitze füllen. Zwei Tage stehen lassen und häufig schüt­teln. Der Alkohol wird sich bei zuneh­mender Auflösung der Cannabinoide grün verfärben.

Filtern

Einen feinen Nylonstrumpf über die erste Flasche ziehen und den grünlichen Alkohol durch den Trichter in die zweite Flasche gießen. Die zweite Flasche in das Aufwärmgerät stellen. Die erste Flasche wieder mit frischem Alkohol füllen und das Marihuana erneut bedecken, um alle Cannabinoide daraus zu gewinnen.

Verdampfen

Marihuana-Öl 02Die zweite Flasche mit dem grün­lichen Alkohol in das Aufwärmgerät stellen. Das Aufwärmgerät mit Wasser füllen, um die Wärmeübertragung zu verbessern (Wasserbad). Den Schlauch der Luftpumpe erst durch das Wasser um die Flasche führen, damit sich die Luft darin erwärmt, und dann direkt in die Flasche und bis auf den Boden derselben. Keine Vorrichtungen am Schlauchende anbringen. Die Luftpumpe und das Aufwärmgerät einschalten. Einen Thermometer neben die Flasche in das Wasser geben und die Temperatur auf 34 °C oder 93 °F einstellen. Das Verdampfen bei einer solch niedrigen Temperatur schont einige seltene Cannabinoide und verbessert die Qualität. Die Flasche im Aufwärmgerät eventuell mit Alkohol aus der ersten Flasche nachfüllen. Das Verdampfen einer vollen Flasche Alkohol dauert etwa 24 Stunden.

Alkohol ist entflammbar, und Alkoholdämpfe in einem geschlossenen Raum sind explosiv, deswegen ist dafür zu sorgen, dass das Verdampfen an einer gut gelüfteten Stelle erfolgt.

Auflösen

Nach zwölf bis 24 Stunden Aufwärmen und Sprudeln formt sich am Boden der Flasche eine dicke Ölschicht.

Sich vergewissern, dass der gesamte Alkohol verdampft ist; anson­sten den Verdampfprozess einen Tag lang weiterführen.

Etwas Hanfsamenöl in die Flasche geben, so dass das Marihuana-Öl zehn bis 20 Mal verdünnt wird. Das Verdünnen des Marihuana-Öls sorgt für eine sicherere und flexiblere Dosierung (man kann einen bis 20 Tropfen/Tag wählen). Die zwei Öle gut mischen und die Mischung in ver­schiedene Pipettenflaschen gießen.

Verwendung

Sublinguale Aufnahme - der dritte Weg Öl zergehen lassen ist der dritte Weg zur medizinischen Verabreichung von Cannabinoiden. Rauchen ist die Methode Nummer eins: Die Wirkung setzt nach zehn bis 20 Sekunden ein und dauert etwa eine Stunde. Essen oder Trinken ist die zweite Methode. Die Wirkung setzt nach 40 bis 60 Minuten ein und dauert fünf bis sechs Stunden. Öl unter der Zunge zergehen las­sen, ist der dritte Weg. Die Wirkung von Öl Marihuana-Öl 03unter der Zunge setzt nach fünf Minuten ein und dauert etwa vier bis sechs Stunden. Das Öl kann auch gegessen werden: einfach ein paar Tropfen auf ein Stück Brot geben und schlucken. Um nicht high zu werden, (z. B. zur Bekämpfung von Übelkeit), nur einen bis zwei Tropfen verwenden. Wenn mehr nötig sind, diese auf den Tag verteilen.

Steigerung der Rentabilität

In „Run from the Cure“ sieht man Menschen mit großen Kübeln voller Stoff und Alkohol arbeiten. Die oben beschrie­bene Methode kostet also einiges. Es gibt zwei Möglichkeiten, die Kosten in Grenzen zu halten und die Rentabilität zu steigern: das Stoffvolumen reduzieren und den Alkohol recyceln.

1. Volumen reduzieren mittels Pollinator oder durch Verwendung der Ice-O­Lator-Technik. In Growshops oder im Internet sind verschiedene Pollinators und Ice-O-Lators zu finden. Durch diese Techniken wird das Volumen auf ganze fünf bis 20 Prozent reduziert. Diese Pulver können in den kleinen Flaschen auf einfache Weise wieder verwendet werden. Pulver nehmen natürlich weniger Alkohol auf als das Blattmaterial.

2. Alkohol recyceln. Bei der regelmä­ßigen Erzeugung von Marihuana-Öl wird rasch auffallen, dass die Ausgaben für Alkohol ein wichtiger Faktor sind. Die beste Methode zum Recyceln von Alkohol besteht im Kondensieren der Dämpfe.

Mit einem Nagel oder einem son­stigen spitzen Gegenstand zwei runde Löcher in den Drehverschluss der zweiten Flasche stanzen. Sich vergewissern, dass die Löcher rund sind und die Schläuche gut halten. Den Schlauch der Luftpumpe durch ein Loch führen und sicherstellen, dass der Schlauch bis zum Boden der Flasche reicht! Dieser Schlauch wird fri­sche, vorgewärmte Luft in die Flasche pumpen und dadurch Druck aufbauen. Einen zweiten Schlauch nehmen und nur ein paar Zentimeter weit in das zweite Loch stecken. Dieser Schlauch dient dem Austritt der Alkoholdämpfe. Den zweiten Schlauch in eine dritte Flasche münden lassen, wo der Alkohol gesammelt wird.

Es gibt zwei Methoden, Alkoholdämpfe zu kondensieren:

1. Eiskübel Die dritte Flasche in einen Eiskübel stellen und die leere Flasche mit drei großen Gummibändern befe­stigen, damit sie nicht flottiert. Den Kondensationsschlauch erst durch das Eiswasser, dann direkt bis auf den Grund der dritten Flasche führen.

2. Kühlschrank. Das ist die wirk­samste und einfachste Methode. Ein kleines Loch in die Plastikkante eines Kühlschranks bohren. Das Loch direkt unter der Magnetkante plat­zieren, so dass alles bei geschlos­sener Tür luftdicht abschließt. Den Kondensationsschlauch durch das Loch und in eine dritte Flasche im unteren Abschnitt der Kühlschranktür führen. Das Aufwärm- und das Sprudelgerät auf den Kühlschrank stellen, einschalten und ungefähr einen Tag lang laufen lassen!

Das Wohlgefühl durch Öl dau­ert fünf bis sechs Stunden!

Marihuana-Öl 06Meiner Meinung nach, ist Marihuana-Öl der große Stabilisator: Schon nach ein paar Wochen Gebrauch bringt es Ausgeglichenheit ins Leben. Das High ist anders als beim Rauchen oder Essen, weniger aufdringlich und dominant, eher entspannend und besinnlich. So als würde man die Ereignisse von weitem betrachten, während man im Strom mit-schwimmt. Im Gegensatz zum Rauchen tritt danach keine Müdigkeit ein. Auch die roten Augen sind weniger auffällig. Sogar bei massiver Überdosierung ver­liert der Konsument nicht die Kontrolle, sondern erlebt einen leichten Trip, was die Sicherheit der Arznei beweist. Bei Mangel an Anandamid (das glücklich macht) einfach einen Tropfen nehmen. Zur Entspannung reichen ein paar Tropfen im heißen Badewasser!

Schon gewusst, dass...?

Einer von vier Erwachsenen erkrankt im Laufe seines Lebens an Krebs. 50 Prozent der Krebspatienten sterben innerhalb von fünf Jahren nach der Diagnose. Es gibt keine wirklich guten Arzneien gegen Krebs. Zwar gibt es Chirurgie, Strahlen, Hormone und Chemotherapie, aber sie alle haben ihre Grenzen und Nachteile. Chemo ist im wesentlichen ein Gift, das in der Hoffnung verabreicht wird, dass es den Krebs tötet, bevor es den Patienten getötet hat. Chemotherapie stellt auch eine ernsthafte Bedrohung für das Immunsystem dar, da es dieses zerstört und den Patienten für sämtliche ande­re Krankheiten oder Infektionen anfällig macht.

Wie funktioniert Marihuana-Öl?

Ein neues Forschungsprojekt der Universität Complutense von Madrid in Zusammenarbeit mit ande­ren Universitäten hat ergeben, dass Tetrahydrocannabinol (THC), der Wirkstoff von Marihuana, bei Krebszellen zur soge­nannten Autophagozytose führt, ein Zerstörungsprozess, bei dem sich die Zelle praktisch selbst abbaut.

Eine weitere medizinische Wirkung von Marihuana-Öl liegt darin, dass Cannabinoide die VEGF-Menge (vasku­lärer endothelialer Wachstumsfaktor) reduzieren. VEGF ist ein unentbehrliches Bio-Molekül zur Bildung neuer Kapillare. VEGF ist in Föten reichlich vorhanden, während es im Erwachsenenalter nur in kleinen Mengen zur Wiederherstellung beschädigten Gewebes vorhanden ist. Man geht davon aus, dass Krebs nur entstehen kann, wenn VEGF in großen Mengen im menschlichen Körper vorhan­den ist, weil nur so neue Kapillare zur Ernährung und Entwicklung des Krebses geschaffen werden können. Durch die Reduzierung von VEGF-Molekülen wird das Wachstum von gut- und bösartigen Tumorformen gestoppt.

Zum Abschluss

Rick Simpson behauptet, in den vergan­genen fünf Jahren Hunderte Patienten geheilt zu haben. Ich habe noch nicht viel Erfahrung, weil ich das Öl erst seit weni­gen Monaten ausprobiere. Aber bei der Behandlung von chronischen Schmerzen, Depression, Übelkeit und praktisch all jenen medizinischen Problemen, wegen derer man Cannabis raucht, habe ich schon ausgezeichnete Ergebnisse.

www.cannabisconnections.nlwww.mediwiet.nl

Google: Run from the Cure, the Rick Simpson story

Google: Medical cannabis testimonies

Google: Cancer cure by Robbert Melamede.

Disclaimer:

Achtung: In manchen Ländern wird Marihuana vom Gesetz auf­grund seiner Konzentration an Cannabinoiden als harte Droge angesehen. Deswegen rate ich zur zehn- bis 20-fachen Verdünnung des Öls mit Hanfsamenöl. Das Verdünnen reduziert die THC­Konzentration und erleichtert die Dosierung.

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