Growroom Tutorial

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Nachdem immer wieder viele Leute nach der richtigen Indoor-Ausstattung fragen, wollte ich nur mal ein kleines Tutorial starten, wie man seinen Platz nutzen kann und was dabei rauskommt.

1. Wieviel Platz hast du?
Die erste Frage sollte so lauten, denn dein Grow muss sich nach deinen Möglichkeiten richten. Wenn du partout keinen freien Platz in deiner Wohnung/Haus hast, bringt es nicht viel, sich über Lampen zu unterhalten.
Grundsätzlich ist jeder Platz ausreichend, nur musst du deine Anbaumethoden danach richten. Wenn du einen Raum zur Verfügung hast, in der Größe einer Abstellkammer, wären 4-5 Pflanzen ideal, die bis zur vollen Höhe wachsen können. Wenn du in deinem kleinen Zimmer nur ein Bücherregal hast, lässt sich auch hier eine Pflanze gut unterbringen. Wenn ein Wandschrank da ist, kannst du eine ScrOG-Farm mit vier Pflanzen unter Leuchtstoffröhren bauen. Du musst, wenn du einen Platz findest, egal wie groß, davon ausgehen, dass er perfekt ist, alle Schritte von der Lampe bis zu den Sorten durchgehen und dann, wenn sich herausstellt, dass er doch nicht so optimal ist, einen neuen Platz suchen, oder dich mit ihm zufrieden geben.
Wichtig ist jedoch, dass der Raum, in dem die Pflanzen stehen, lichtdicht ist. Bei Bücherregalen oder ähnlichem reicht eine S/W-Folie, die vor die Pflanzen gehängt wird. Es darf auf jeden Fall während der Dunkelphase kein Licht auf die Pflanzen kommen. Wenn die Blümchen frei im Raum stehen sollen, kann ein großer Karton evtl. Aushilfe geben.

2. Wieviel brauchst du?
Aufbauend auf dein Platzangebot solltest du dich fragen, wieviel Pflanzen du überhaupt haben willst, bzw. wieviel du ernten willst. Die meisten haben sogar mit einem Kilo nicht genug, sie suchen nach der Perfektion. Wenn du allerdings rechnest, dass du jede Woche 5 Gramm verbrauchst und ein Durchgang 3-4 Monate dauert, kommst du auf rund 70-80 Gramm pro Anbau. Diese Menge kannst du auch locker mit einer Pflanze erreichen, wenn du ihr genug Platz gibst. Wenn du allerdings wenig Platz in der Höhe hast, wirst du mehrere, kleine Pflanzen benötigen. Denk darüber nach und rechne nicht in Quadratmetern oder in Watt/cm², sondern mit deinem Menschenverstand. Wieviele Pflanzen passen in den Raum und wie musst du sie dazu anordnen.

2. Es werde Licht.
Prinzipiell sind Natriumdampflampen für Cannabis ideal, das hört man immer wieder. Trotzdem fragen etliche Leute, wie es mit anderen Leuchtmitteln aussieht, mit blauen Reflektorlampen, Leuchtstoffröhren, Halogenstrahler; alles bis auf Kerzenlicht hat es schon gegeben. Dabei sollte man bei seiner Entscheidung nie von den Kosten ausgehen. Natriumdampflampen sind in ihren Anschaffungskosten teurer als gewöhnliche Leuchtstoffröhren, aber in den laufenden Kosten billiger. Und wer einmal viel Geld in einen Anbau steckt, bekommt auch ein vielfaches davon wieder heraus.
Prinzipiell sind NDLs ideal, wenn es um hohe Räume geht. Sie werden recht heiß und benötigen einen gewissen Abstand zwischen den Pflanzen, dafür besitzen sie aber eine hohe Ausleuchtungstiefe. LSRs sind weniger effektiv, haben eine geringere Ausleuchtungstiefe, dafür können sie aber größere Flächen beleuchten und können dicht an die Pflanzen herangebracht werden, also ideal für lange, niedrige Räume.

Grundsätzlich sind Indoors alle anderen Lampen tabu, falls es wirklich nicht anders geht, sind Kompakt-Leuchstofflampen (Megaman Compact) zur Not auch geeignet.

Welche bzw. wie viele Lampen du brauchst, kannst du mit meiner Lichtberechnungstabelle leicht herausfinden. Gib einfach die Grundfläche deines Raums ein und probiere die einzelnen Lampen durch, die Lux-Zahl zeigt dann die richtige Kombination an, außerdem kannst du auch deinen Stromverbrauch pro Durchgang berechnen.

3. Temperatur
Diese Frage stellt sich eigentlich nur bei kleinen Räumen, da sich die Luft darin sehr schnell erhitzt. Größere Räume regulieren sich in ihrem Klima recht schnell selbst, sodass meistens keine Ab-/Zuluft nötig ist. Ein Luftausgleich durch Ventilatoren oder kleinen Lüftern sollte aber immer vorhanden sein, damit die Luft zirkulieren kann. Bei dem Luftaustausch ins Freie darf kein Licht durch die Öffnungen kommen, daher sollte immer mit Rohren oder Schläuchen gearbeitet werden, die mindestens einen 90°-Knick haben sollten. Auch ist meistens nur Abluft nötig, die Zuluft erledigt sich dann durch den Unterdruck im Raum durch passive Öffnungen, die Abluft sollte immer in der Nähe der Beleuchtung installiert werden.

4. Gerüche
Auch wenn blühende Pflanzen verdammt gut riechen, mit der Zeit wird der Geruch einerseits zur Last, wenn man direkt neben den Pflanzen lebt, andererseits zur Gefahr, denn jeder Besucher in der Wohnung kann riechen, was in dem Schrank/Zimmer angebaut wird. Daher sollte in Kombination mit der Abluft ein Filter eingebaut werden, der die Duftstoffe aus der Luft rausholt. Am besten eignen sich dafür Aktivkohlefilter, die allerdings recht teuer sind. Auch hier, bei der Dimensionierung der Filter muss die Anzahl der Pflanzen beachtet werden, da ein zu großer Filter einfach Geldverschwendung ist. Am besten, man lässt sich mit der Dimensionierung im Growshop beraten. Wenn aufgrund der Raumgröße kein Abluft nötig ist, kann man auch einen Ionisator oder einen Aktivkohlefilter in den Raum stellen, dieses Prinzip funktioniert genauso gut.
Damit der Filter jedoch volle Arbeit leisten kann, muss der Raum komplett abgedichtet sein, denn wenn die Düfte aus den Ritzen des Schranks treten, nützt auch der beste Filter nix. Am besten kann man die Abdichtung und die Effektivität des Filters mit einem Räucherstäbchen testen, einfach anzünden und in den Raum stellen, es sollten keine Gerüche nach außen kommen. So kann auch nebenbei die Luftzirkulation getestet werden.

5. Medium
Da die Topfgröße einen großen Einfluss auf die Pflanzengröße hat, ist es zwingend erforderlich, bei einem hohen Schrank auch größere Töpfe zu verwenden, bei einem niedrigen natürlich kleinere. Auch ist bei langen, flachen Schränken der Einsatz von Blumenkästen nicht verkehrt. Ob man jetzt Hydro oder Erde verwendet, entfällt eigentlich für den Anfänger, da eine Hydrokultur genaue Kontrolle und ständige Pflege erfordert. Dafür belohnt sie einem mit einem hohen und qualitativen Ertrag. Bei Erde sollte man mit der Qualität nicht sparen, da sie eigentlich der günstigste Anschaffungspunkt beim Anbau ist, aber auf den Ertrag und die Gesundheit der Pflanze einen hohen Einfluss hat. Der Grow-Mix aus dem Fachgeschäft scheint zwar überteuert, bringt aber eine optimale Durchwurzelung des Bodens.

6. Nährstoffe
Je nachdem, ob man mit Hydro oder Erde growt, braucht man bestimmte Nährstoffe. Für Hydro sind nur mineralische Dünger geeignet, da Bio-Dünger wie Algen oder Guano die Algenproduktion in der Nährstofflösung fördern. Je nach Medium und Bewässerungsmethode sollte man sich im Growshop den richtigen Dünger aussuchen und auch bei den Zusätzen wie pH-Regulatoren, Wurzelstimulanzen etc. nicht sparen. Nur eine gesunde Pflanze bringt optimalen Ertrag

7. Schädlinge
Ungeziefer im Growroom ist eigentlich sehr selten und schleicht sich nur durch minderwertige Stecklinge oder Erde ein. Daher sollte man die Stecklinge beim Kauf genau nach Schäden untersuchen und die Erde auf unterster Stufe im Backrohr sterilisieren. Für den Notfall kann man im Shop Blautafeln und Gelbsticker kaufen, die Schädlinge anlocken und töten. Präventiv kann man sie im Growroom anbringen um diese lästigen Parasiten möglichst früh zu erkennen.

8. pH- und EC-Messgeräte
Bei Hydrokulturen ist wie schon erwähnt Kontrolle das A und O. Deshalb funktioniert kein Hydro-Grow ohne diese Messgeräte, da die Nährstofflösung sehr leicht kippen kann und direkt von der Pflanze aufgenommen wird. Bei Erd-Kulturen ist das nicht so dramatisch, da die Erde eine Pufferwirkung bietet. Der pH-Wert schwank nicht so stark und kann im Notfall auch durch Teststreifen aus der Apotheke gemessen werden.

9. Sortenwahl
Je nach Platz und Equipment kann nun die richtige Sorte gewählt werden, Sativas für hohe Schränke oder Indicas für niedrige. Auch die Feuchtigkeit im Raum sollte beachtet werden, einige Pflanzen sind extrem Schimmelgefährdet. Manche Pflanzen sind heikel was den pH-Wert angeht, andere wiederum weniger. Für Anfänger empfiehlt sich Shiva Shanti II als gute Indica-Variante, bzw. Skunk #1 oder AK-47 für größere Räume. Erfahrene Grower können dann auch auf seltenere Sorten zurückgreifen. Außerdem ist die gewollte Anzahl der Pflanzen wichtig beim Kauf, da bei einer kleinen Fläche für eine Pflanze Samen einfach Geldverschwendung ist. Wenn man Pech hat, ist die einzige Pflanze die man dann anbaut ein Männchen und man muss von vorne starten. Hier sind Stecklinge besser, da jede Pflanze ein Weibchen ist. Bei großen Räumen natürlich genau umgekehrt, hier ist es billiger ein paar Säckchen Samen zu kaufen als zig Stecklinge.

Ich hoffe diese acht Entscheidungshilfen haben auch dir geholfen, deinen Growroom perfekt zu machen. Vergiss nicht: Jeder Raum ist einzigartig, es gibt keinen “perfekten” Growroom.

NDL = Natriumdampflampe
LSR = Leuchtstoffröhre (auch Neonröhre genannt)
VSA = Vorschaltamatur
THC = *g* brauch ich wohl nicht zu erklären
AKF = Aktivkohlefilter
PH-Wert = gibt an ob Lösung SAUER/NEUTRAL/BASISCH ist
EC-Wert = gibt den Salzgehalt einer Lösung an
SCROG = Screen of Green (spezielle Growmethode in extrem niedrigen Räumen (hauptsächlich Kästen)
CBD = Vorläufersubstanz des THC

Am besten für die Pflanze ist ein ph wert von 6 bis 6,5

 

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