60 Day Wonder DNA Genetics – Williams Wonder

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Diese Afghanibasierte Sorte war in den 80er Jahren z. B. beim Super Sativa Seed Club (SSSC) gelistet. Der 1987er Katalog von SSSC beschreibt sie als „eine spezielle Indoor-Indicahybride mit reichen Erträgen an extrem harzigen Buds, die kleine kompakte Pflanzen hervorbringt.” Bezüglich ihrer Potenz behauptete der SSSC, dass „zwei Leute zusammen nicht in der Lage sind, einen WW-Joint zuende zu rauchen …” William’s Wonder gelangt nach ca. 60 Tagen zur Reife. 60 Tage — genau so lange benötigt die neue Autoflowering-Sorte 60 Day Wonder von DNA Genetics, eine Kreuzung aus William’s Wonder und einer Ruderalis-Pflanze, allerdings von der Aussaat bis zur Reife. DNA Genetics berichtet: „Unsere kommerziell orientierten GrowerKunden haben uns gebeten, eine feminisierte Sorte zu kreieren, die ordentlich Ertrag bringen kann und schnell reift. Wir wählten dazu William’s Wonder aus und kreuzten sie mit einer Ruderalis-Pflanze, danach folgten dann einige Rückkreuzungen, und nun haben wir mit 60 Day Wonder eine der schnellsten kommerziell geeigneten Sorten auf den Markt gebracht. Sie funktioniert praktisch unter jedem Lichtzyklus, einschließlich 24 Licht täglich, und erreicht innerhalb von 60 Tagen nach der Aussaat den Reifepunkt! Die Blüten dieser Pflanzen sehen mehr nach William’s Wonder aus und sie haben auch deren medizinische Qualitäten bewahrt, dank dem Ruderalis-Einfluss müssen wir auf diese Medizinwunder aber nicht lange warten. Sehr gut
geeignet für Grow-Anfänger sowie kommerzielle Grower, die drinnen oder draußen innerhalb von 60 Tagen eine Ernte einfahren wollen. 60 Day Wonder ist auch eine hervorragende Wahl für einen FensterbankGrow oder Grows, die besonders gut versteckt bzw. getarnt sein müssen. Laut DNA Genetics kann man von dieser Sorte Erträge von 28-40 Gramm pro Pflanze Williams Wonder02erwarten.
Rocky Resin war neugierig auf 60 Day Wonder und unterzog sie einem kleinen Anbautest. In den frühen 90er Jahren hatte er im High Times Magazin einen Bericht über William’s Wonder gelesen und fand an dieser Story und der Sorte viel Gefallen, wusste aber nicht, wie er an entsprechendes Saatgut gelangen sollte — damals gab es noch kein Internet und es war eine fast unmögliche Mission, Samen direkt aus den USA zu beziehen, außer man hatte private Breederoder Grower-Kontakte dort.
Später dann hatte Rocky die Sache mit William’s Wonder vergessen und freute sich, als er erfuhr, dass DNA Genetics diesen Old SchoolKlassiker in eine Autoflowering-Variante überführt hatte. Gern hätte er mit 60 Day Wonder einen Balkon-Grow im Sommer durchgeführt, aber Rocky stieß erst im Oktober auf diese neue Sorte. Er hatte in seinem Haupt-Growraum gerade schon einen Zyklus mit regulären Sorten an den Start gebracht, deswegen beschloss er, in einer Abstellkammer, die über einen Lufteinlass von draußen verfügt, einen kleinen Verschlag zu konstruieren und zwei 60 Day Wonder-Pflanzen zu testen, unter einer 115 W MaxGrow Dual Spectrum CFL-Leuchte (4200 K), zusammen mit zwei Autoflowering-Pflanzen einer anderen Sorte. Er säte die Samen in Jiffy Pots aus und stellte diese in ein beheiztes Mini-Gewächshaus, was zu einer schnellen Keimung führte, nach gut drei Tagen zeigten sich die Keimlinge bereits an der Oberfläche. Das Oktober-Wetter draußen war noch mild und sonnig, deswegen entschied Rocky, seine beiden 60 Day Wonder-Pflanzen und die beiden anderen tagsüber für ungefähr acht Stunden auf seinen Südseiten-Balkon zu stellen, so dass sie in den Genuss der Herbstsonne kamen, am späten Nachmittag stellte er sie dann jeden Tag nach drinnen in den Verschlag unter die CFL-Leuchte und verlängerte die Photoperiode dort auf 20 Stunden Licht täglich. Diese Kombination funktionierte gut und bewirkte ein extrem kompaktes Wachstum, dank der sehr nahen Distanz zur CFL-Leuchte, aber auch den drinnen wie draußen recht kühlen Temperaturen, auch in dem Indoor-Verschlag lag die Temperatur nur bei 14-19°C. Was für Autoflowering-Pflanzen sicherlich suboptimal ist, da sie ohnehin nur eher kleinwüchsig sind und ihnen eine gewisse Streckung gut tut, aber Rocky wollte die Kammer nicht extra beheizen.
Die jungen 60 Days Wonder-Pflanzen sahen wie reine Indica-Plants aus, gedrungen und mit breiten, dunkelgrünen Blättern wachsend. Schon zwei Wochen nach der Keimung zeigten sich die ersten weiblichen Vorblüten, die Pflanzen lagen also gut im Zeitplan. Im Verlaufe der Blüte zeigte sich, dass sich die beiden Pflanzen darauf konzentrieren würden, am Stamm eine fette große Top-Cola auszubilden, sie produzierten nur wenige und recht kurze Seitentriebe, die auch im Verlaufe der Blüte nicht viel länger wurden. Nach gut vier Wochen war Halbzeit und an diesem Punkt maßen die beiden 60 Day Wonder-Pflanzen 23 und 27 cm und hatten hübsch anzusehende Indica-Budansätze hervorgebracht, die eine sehr dicke und dichte Blütenstruktur verhießen, die William’s Wonder-Genetik schien hier voll durchzuschlagen. Deren großes Harzpotenzial kam bei den beiden Pflanzen ebenfalls schon früh zum Ausdruck, es hatten sich bereits sehr viele Harzdrüsen auf den Blütenkelchen und —blättern gebildet, die in der Herbstsonne hübsch glänzten und eine süßfruchtigen Geruch verbreiteten. Ab Anfang November stellte Rocky Resin die Pflanzen tagsüber nicht mehr nach draußen, da es dort zu kalt geworden war.
In den folgenden Wochen wurden die Blüten erstaunlich dick und kompakt, und sie verfügten über ein recht hohes Blüten/Blätter-Verhältnis sowie, für eine Autoflowering-Sorte, fast schon sensationelle Mengen an silbrigweiß glänzenden Harztrichomen — solch eine feste Blütenstruktur und reiche Harzproduktion hatte Rocky Resin zuvor noch bei keiner anderen Autoflowering-Sorte beobachten können. Zuvor hatte er insgesamt vier Sorten von zwei verschiedenen Seed Banks getestet.
Die beiden 60 Days Wonder-Plants blieben kurzwüchsig und legten bis zum Ende ihres Lebenszyklus nicht mehr sonderlich viel an Höhe zu. Man hätte sie bereits am 56. Tag ernten können, aber Rocky Resin wartete bis zum 62. Tag, weil er die lebenden Pflanzen unbedingt einem Freund zeigen wollte, der vorher nicht vorbeikommen konnte. Am selben Tag wurden auch die Fotos aufgenommen, als die 60 Days Wonder-Buds superreif waren, fast alle Blütennarben waren verwelkt und hatten sich orange gefärbt, was im Zusammenspiel mit den äußerst dicht gepackten silbrigen Harzdrüsen einen sehr schönen Anblick ergab. Beide Pflanzen hatten großartige, dichtharte, lange und extrem harzige Top-Colas am Haupttrieb produziert, plus einige nette Seiten-Buds, und am Ende Höhen von 34 und 37 cm erreicht. Sie verströmten einen wunderbaren, hochintensiven süßen Duft, der eine starke Fruchtnote aufwies, auch hier schien sich William’s Wonder sehr deutlich zu offenbaren.

 

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