Richtig klonen aber wie? Methoden des Stecklingsschneidens

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18- bis 24-stün­digen Lichtzyklus wachsen gelassen werden.

Aero Klonen

Benötigtes Zubehör:

1.Eine scharfe Rasierklinge oder Schere

2.Lichtdichter Haushaltsbehälter mit Deckel (Tu pperware oder Rubbermaid)

3.Aquariumlüfter/Ausströmstein

4.ein Schlauch aus Plastik oder Silikon mit mindestens i cm Durchmesser

5.sterilisiertes Wasser

Das Aero Klonen funktioniert über das Bene­beln der Enden der Stängel, dort, wo die Be­wurzelung stattfinden soll. Mit dem Aqua­riumlüfter wird permanent Luft in den im Wasser liegenden Ausströmstein gepumpt, sodass kleine Bläschen vom Boden des Be­hälters an die Wasseroberfläche steigen, und dabei kleine Wassertröpfchen mitreißen und so für eine feine Vernebelung sorgen.

Ein solcher »Klonapparat« ist so effizient, dass nahezu wo % aller Stecklinge wurzeln ­ohne den Einsatz von Hormonen oder Bewur­zelungs-Gel bzw. -pulver.

Einen Aero-Kloner kann man sich leicht sel­ber bauen: Dazu braucht man einen lichtdich­ten Plastikbehälter mit einem dicht abschlie­ßenden Deckel. Kleinere Aero-Kloner lassen sich aus einem einfachen Haushaltsbehälter basteln, der aber eine Mindest- Höhe von 15 cm aufweisen sollte. Um ihn lichtundurchläs­sig zu machen, kann man ihn mit einer gum­miartigen Farbe streichen. Jedoch kann es vorkommen, dass die Farbe mit der Zeit wie­der abblättert, besonders wenn sich der Pla­stikbehälter ausdehnt und wieder zusam­menzieht. Deshalb benutze ich am liebsten hochwertiges Klebeband wie »Gaffer Tape«, mit dem ich den ganzen Behälter umwickele, bis kein Licht mehr eindringen kann.

Jeder Steckling kommt in einen etwa 2 cm langen und mindestens 1 cm breiten Plastik­schlauch, die ich mir über EBay besorge. Je größer der Durchmesser des Schlauches ist, desto einfacher lässt sich später der fertig be­wurzelte Steckling wieder entnehmen.

Das untere Ende des Stecklings sollte minde­stens 2 cm aus dem Schlauch herausstehen. Der Schlauch selber wird auf einer Seite der Länge nach aufgeschlitzt, um ihn später ein­facher vom Steckling entfernen zu können. Die Schlauchstücke werden durch Löcher ge­steckt, die zuvor in den Deckel des Behälters gebohrt wurden. Es empfiehlt sich, erst ein Raster auf den Deckel zu zeichnen, wobei die Grö­ße des Deckels sowie der Durchmesser der Schläu­che entsprechend berück­sichtig werden sollten, damit alles gut passt und trotzdem dicht ist.

Den Ausströmstein kle­be ich auf den Boden des Behälters, wobei ich darauf achte, dass die ganze Wasseroberfläche durch die Luftbläschen in Bewegung gehalten wird. Je nach Größe des Behälters kann es auch sinnvoll sein, mehrere dieser  Ausströmsteine einzusetzen. Der bzw. die Ausströmsteine werden anschließend mit der Aquariumluftpumpe verbunden, und abgekochtes/steriles Was­ser in den Behälter gefüllt. Die Wassermenge richtet sich nach der Größe des eingesetzten Behälters. Ich ermittele den optimalen Was­serstand, indem ich den Deckel mit den vor­gebohrten Löchern auf den Behälter setze und die Luftpumpe anschalte. Wenn kleine Wassertropfen durch die Bohrlöcher nach außen spritzen, ist der Wasserstand richtig. Nun können die Stecklinge in die Schläuche gesteckt und beides zusammen in die Löcher im Deckel platziert werden. Schließlich sollte noch einmal überprüft werden, ob alle Stän­gel tief genug im Behälter hängen und sie von den Wasserspritzern gut benässt werden. Je­doch dürfen sie nicht so tief hängen, dass sie direkt im Wasser sind.

Die Klone werden nun unter eine Lampe mit fluoreszierendem Licht gestellt und sollten ­je nach Sorten — innerhalb der nächsten sie­ben bis vierzehn Tagen Wurzeln bilden. Die Stecklinge brauchen in dieser Zeit keinen Dünger, jedoch kann es sinnvoll sein, sie mit einem Blattdünger auf Algenbasis zu besprü­hen, wenn sie nicht richtig vital aussehen. In den ersten Tagen ist es wichtig, die Stecklinge regelmäßig (mindestens einmal pro Tag) mit Wasser zu besprühen und den Wasserstand im Behälter zu prüfen — und wenn nötig nach­zufüllen. Die neu gebildeten Wurzeln reagie­ren sehr empfindlich auf die Temperatur, des­halb empfiehlt es sich, auch beim Aero Klonen die Temperatur auf einem konstanten Wert zwischen 24 und 28°C zu halten. Dazu kann eine Heizdecke oder eine Aquariumheizung gute Dienste leisten. Sobald die Stecklinge bewurzelt sind, können sie wie junge Pflanzen behandelt und umgetopft werden.

  • hanf klon richtig schneiden

 

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