Richtig klonen aber wie? Methoden des Stecklingsschneidens

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sehr scharfe Schere benutzt werden. Der Trieb wird so nah wie möglich an einem Wachstumsknoten abge­schnitten. Die Mutterpflanze wird anschließend aus diesem Wachstumsknoten zwei neue Triebe entste­hen lassen, und so die Zahl der Stecklinge verdop­peln, die beim nächsten Mal geschnitten werden können.

Der Stängel des frisch geschnittenen Stecklings wird noch einmal mit einer scharfen Klinge in einem spitzen Winkel angeschnitten, um eine möglichst große Fläche zu erhalten, die anschließend in das Bewurzelungs-Gel getaucht wird. Solches Bewurze­lungs-Gel ist in jedem guten Growshop zu haben. Ich bevorzuge das Gel gegenüber dem Pulver, da sich das Gel gleichmäßiger auf der frischen Schnitt­stelle verteilen lässt. Die darin enthaltenen Sub­stanzen sorgen für eine schnellere Wurzelbildung.

Als Alternative zum Bewurzelungs-Gel kann der fri­sche Steckling auch in etwas flüssigen Blütedünger getaucht werden, bevor er in das Wurzelmedium gesteckt wird. Wer streng auf organisches Growing achtet, kann anstelle des Blütedüngers auch Honig verwenden.

Ich höre immer wieder von Growern, dass sie die Blätter der jungen Stecklinge halbieren, um Platz zu sparen und die Verdunstung zu reduzieren. Doch das ist keine feste Regel, und ich halte da­von nicht viel. Ich denke, dass die jungen Pflan­zen — sobald sie gewurzelt haben — jede Hilfe gebrauchen können, um zu wachsen. Und Blät­ter, die zuvor um die Hälfte verkleinert wurden, bringen nicht mehr dieselbe Leistung, wie wel­che, die noch völlig intakt sind. Die Blätter sind im Wesentlichen die Zuckerfabriken der Pflanzen, in denen mit Hilfe des Sonnenlichts Wasser und Kohlendioxid in Sauerstoff und Glukose umge­wandelt werden.

Der Klon wird schließlich in das bevorzugte Wur­zelmedium gesteckt. Das kann aus Sämlings-erde, Torf, Steinwolle oder Perlit bestehen, je nachdem, ob organisch oder hydroponisch ange­baut wird.

Die jungen Stecklinge werden in einen hoch­wandigen Propagator gestellt, worin zumindest in den ersten Tagen eine hohe Luftfeuchtigkeit herrschen sollte. Dabei ist darauf zu achten, dass jeden Tag der Deckel für kurze Zeit entfernt und überschüssige Feuchtigkeit mit einem Lappen ausgewischt wird, um einer Schimmelbildung vorzubeugen. Anschließend werden die Pflanzen mit der Sprühflasche gut »eingenebelt« und so befeuchtet. Nach etwa zehn bis vierzehn Tagen sollten sich Wurzeln gebildet haben.

Wasser-Klonen

Benötigtes Zubehör:

1.Eine scharfe Rasierklinge oder Schere

2.Lichtdichte Tasse oder Behälter

3.Aluminiumfolie

4.Abgekochtes, steriles Wasser

Die Methode des Wasser-Klonens ist sehr ein­fach in der Anwendung und beinhaltet das Bewur­zeln der Stecklinge in klarem Wasser, ohne den Einsatz von Bewurzelungspulver, Gel, Hormonen oder anderen Zusätzen. Das Geheimnis des er­folgreichen Wasser-Klonens liegt darin, sicher­zustellen, dass die Stecklinge nicht zu starkem künstlichem oder natürlichem Licht ausgesetzt werden. Es ist möglich, die Stecklinge zum Be­wurzeln auf ein Fensterbrett zu stellen, solange sie nicht im direkten Sonnenlicht stehen. Auch gewöhnliche Weißlichtlampen würden funkti­onieren, obwohl fluoreszierendes Licht besser wäre.

Die lichtdichten Tassen werden mit sterilisier­tem Wasser gefüllt und mit der Aluminiumfolie verschlossen. In die Folie wird ein kleines Loch gepiekst, durch das der Stängel des frischen Klons gesteckt werden kann. Mindestens i cm des Stängels muss ständig im Wasser einge­taucht sein.

Die optimale Temperatur für die Entwicklung der Wurzeln liegt zwischen 24°C und 28°C. Es ist also ratsam, die Temperatur des Wassers mit einem günstigen Aquarium-Thermometer zu überprüfen. Das Wasser wird mit der Zeit die Umgebungs- bzw. Raumtemperatur annehmen, deshalb ist es wichtig, dass die Behälter mit den Stecklingen nur in Räumen aufbewahrt werden, die über eine konstante Temperatur verfügen. Gerade nachts kann es in nicht klimatisierten Räumen zu einem Temperaturabfall kommen, der den jungen Stecklingen nicht gut bekommen würde.

In jeder Tasse können mehrere Stecklinge plat­ziert werden. Sie sollten nach zehn bis vierzehn Tagen gewurzelt haben. Dann können sie wie junge Pflanzen behandelt, in ihr endgültiges Me­dium umgetopft und bei einem

  • hanf klon richtig schneiden

 

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