Richtig klonen aber wie? Methoden des Stecklingsschneidens

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In der Pflanzenzucht stellt das Klonen eine gängige Methode zur Vermehrung von Pflanzen dar. Durch das Schneiden von Klonen, die auch als Stecklinge bezeichnet werden, ist es möglich, Pflan­zen zu kultivieren, deren Eigenschaften bereits vor dem Anbau bekannt sind. So werden Stecklinge, die von einer weiblichen Pflanze geschnitten wurden, dieselben Eigenschaften aufwei­sen, wie diese ursprüngliche Pflanze. Sie werden also ebenfalls weiblich und auch sonst eine exakte genetische Kopie der Mut­terpflanze sein.

Im Cannabisanbau macht man sich dies zu Nutze, denn das erlaubt dem Gärtner eine bessere Kontrolle des Ernteertrags und spart wertvolle Zeit, die bei aus Samen gezogenen Pflanzen für die Bestimmung des Geschlechts investiert werden müsste. Auch wenn heutzu­tage die Verwendung von feminisierten Sa­men die Geschlechtsbestimmung weitgehend überflüssig macht, da aus diesem Saatgut mit hoher Wahrscheinlichkeit weibliche Pflanzen entstehen, hat die Verwendung von Steck­lingen den Vorteil, dass sie deutlich weniger Zeit benötigen. Samen, egal ob feminisiert oder regulär, müssen immer erst keimen und die jungen Sämlinge einige Zeit wachsen, be­vor sie in die Blüte geschickt werden können.

Obwohl Klone eine genetische Kopie der Mutterpflanze sind, können auch bei ihnen ­selbst wenn sie von derselben Pflanze stam­men — gewisse Variationen auftreten. Diese Variationen, die sich etwa in einem unglei­chen Wuchs äußern, lassen sich auf kleine Unterschiede in ihrer Umgebung, insbeson­dere auf ungleich verteilte Nährstoffe, zurück­führen. Mit den vererbten Genen der Mutter­pflanze hat dieses Phänomen in Regel nichts zu tun.

Bevor mit der Stecklingsproduktion begon­nen werden kann, muss zunächst eine starke, vitale weibliche Pflanze gefunden werden. Dazu werden Samen zum Keimen gebracht und bei 18 Stunden Licht pro Tag einige Zeit wachsen gelassen. Werden keine feminisier­ten Samen eingesetzt, muss das Geschlecht jeder einzelnen Pflanze bestimmt werden. Dazu wird von jeder Pflanze ein Steckling zum Testen geschnitten, der nach dem Durchwur­zeln in die Blüte geschickt wird. Nach ein paar Tagen zeigen sich — hoffentlich — Blütenansät­ze und offenbaren somit, dass es sich um eine weibliche Pflanze handelt. Sollten sich Pollen­säckchen bilden, es also eine männliche Hanf-pflanze sein, kann man diesen Steckling und die dazugehörige junge »Mutter« nur noch entsorgen, denn männliche Pflanzen bilden keine Blüten und somit kaum Wirkstoffe.

Hat man sich erstmal für eine starke weib­liche Pflanze entschieden, könnten theore­tisch sofort die ersten Stecklinge geschnitten werden. Mutterpflanzen können in jedem Al­ter Stecklinge liefern, jedoch habe ich die Er­fahrung gemacht, dass die Pflanzen stabiler und stärker sind, und so mit dem Stress des Stecklingsschneidens besser klar kommen, wenn sie bereits einige Monate alt sind. Die Mutterpflanzen bleiben die ganze Zeit in der vegetativen Phase. Sollte eine Pflanze zu ei­ner Mutter gemacht werden, die bereits in die Blüte gegangen ist, macht das nur Sinn, wenn diese Pflanze höchstens in der zweite Blüte­woche war. Danach stellt sich der Stoffwech­sel der Pflanze zu sehr auf die Blütephase um, was die Stecklinge in Mitleidenschaft ziehen würde.

Es ist nicht zwingend notwendig, eine Mutter­pflanze aus Samen zu ziehen. Es funktioniert auch, einen Steckling von einer bereits ge­klonten Pflanze zu nehmen. Sollte dies immer wieder gemacht werden, müssen die Pflanzen, ihr Wachstum und ihr Ertrag genau beobach­tet werden, denn von Generation zu Generati­on kann die Genetik degenerieren. Sobald die ersten Anzeichen von schlechterer Vitalität oder Ertrag auftauchen, empfiehlt es sich, frische Genetik in Form von neuen Müttern zu verwenden. Nach meiner Erfahrung hat es sich bewährt, eine Mutterpflanze permanent in der vegetativen Phase zu halten, die somit immer wieder frische und ge­sunde Stecklinge liefern kann.

Die Standart-Kloningmethode

Benötigtes Zubehör:

1.Eine scharfe Rasierklinge oder Schere

2.Behälter mit Bewurzelungs-Gel

3.Wurzelmedium

4.Durchsichtiger Plastik-Propagator/Gewächshaus mit Deckel

5.Sprühflasche

Zuerst wird ein vitaler Trieb der Mutterpflanze aus­gewählt; er sollte mindestens 5 cm lang sein, län­ger wäre in diesem Fall besser. Um den Trieb von der Mutterpflanze abzuschneiden, sollte entwe­der eine sterilisierte Rasierklinge oder eine

  • hanf klon richtig schneiden

 

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