Von der professionellen Stecklingszucht zurück in den Untergrund

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Es überrascht uns immer wieder, wie unterschiedlich die Menschen sind, die Cannabis anbauen. So verschieden die Charaktere sind, so vielfältig sind auch die Gründe, der illegalen Zucht nachzugehen. Dieses Mal bekommen wir spontan Gelegenheit, einen Freund unseres Informanten Mr. M. zu besuchen. Der Freund, mdlp lautet sein Name, heißt uns freundlich willkommen.

Nachdem wir uns gegenseitig ein wenig bekannt gemacht haben, kommt das Gespräch schnell auf sein »Grow-Hobby«. Wir haben von Mr. M. bereits im Vorfeld erfahren, dass sich mdlp schon lange mit Cannabis beschäftigt und sind nun sehr gespannt, was er uns zu erzählen hat.

grow! Wie kamst du mit Cannabis in Berüh­rung und warum hast du angefangen, selber Cannabis anzubauen?

mdlp: Ich habe mich schon als kleiner Junge für die Pflanzenwelt begeistert. Als ich dann als junger Erwachsener mit Hanf in Berüh­rung kam, wusste ich ziemlich schnell, dass dies im Vergleich zu Alkohol meine Droge ist. Es dauerte nicht lange, bis sich daraus eine Leidenschaft entwickelte und ich ein neues Lieblings-Hobby gefunden hatte. Selber Ma­rijuana züchten, ohne auf den Schwarzmarkt angewiesen zu sein, war für mich absolut ver­lockend. Es brauchte nur ein paar gescheite Hanfsamen und schon ging es los.

grow! Hast du Cannabis gleich Indoor ange­baut?

mdlp: Nein. Ganz am Anfang hatte ich nur ein paar Pflanzen auf dem Balkon stehen. Die Sa­men hatte ich von einem guten Freund ge­schenkt bekommen.

grow! War es nicht schwierig, rechtzeitig die weiblichen von den männlichen Pflanzen zu unterscheiden oder hattest du damals schon feminisierte Sorten?

mdlp: Nein, aber darüber hatte ich mir gar keine Gedanken gemacht. Ich hatte wohl auch das Glück eines Anfängers.

grow! Hattest du einen Lehrer, der dir Tipps gab?

mdlp: Ein Freund lehrte mich viele wichtige Dinge, worauf ich beim Anbau zu achten habe, so auch die Erkennung der Geschlechtsmerk­male. Viele Sachen habe ich aber auch sel­ber ausprobiert. Learning by doing! Einmal habe ich eine Pflanze beschnitten und war mir nicht sicher, das Richtige getan zu haben. Ich machte mir schon selber Vorwürfe wegen meines spontanen Vorgehens. Aber siehe da, es war gar kein Problem für die Pflanze, im Gegenteil: Durch den Schnitt hatten sich die Triebe verdoppelt. Im Jahr darauf habe ich dann von vorneherein die Pflanzen beschnit­ten … (er lacht). Zu dieser Zeit wusste ich noch nicht einmal, dass man selber Stecklinge schneiden kann.

grow! Wenn dir da jemand prophezeit hätte, dass du in Zukunft professionell Hanfsteck­linge verkaufen würdest …?

mdlp: … hätte ich mich schon gefreut, das aber wohl nicht glauben können. Ja, tatsächlich ent­wickelte sich die Situation mit dem Hanf in der Schweiz damals sehr positiv. Es war die Zeit der berühmten »Duftsäcklies«, überall schos­sen neue Hanf-Gewerbe wie Pilze aus dem Bo­den. Mittlerweile war ich auch kein Anfänger mehr und da es lag für mich auf der Hand, den Trend der Zeit zu nutzen. Hanfstecklinge wa­ren fortan mein Geschäft. Jedes Mal, wenn ich neue Samen zum Keimen brachte, selektierte ich daraus die besten Pflanzen und zog aus ihnen Mutterpflanzen für die nächste Steck­lingssorte.

grow! Weißt du noch, welche Sorten du da­mals gezüchtet hast?

mdlp: Am Anfang hatte ich Jack Flash von Sen­si Seeds. Danach White Shark und El Nino von der Green House Seeds Company.

grow! Hattest du eine Lieblingssorte?

Mdlp: Die Jack Flash waren besonders gut, aber auch die Humboldt waren phantastisch.

grow! Die Sorten hast du jetzt aber nicht mehr, oder?

mdlp: Das Geschäft mit der Stecklingszucht, wie ich es gemacht habe, fordert immer wie­der die Erweiterung mit neuer Genetik. Die Kunden wollten gerne jedes Mal eine ande­re Sorte haben. Leider war es dann aus Platz­gründen nicht möglich, immer alle Sorten auf Dauer zu etablieren und so kam es, dass be­stimmte Sorten nur phasenweise zum Verkauf zur Verfügung standen. Nach einiger Zeit lässt auch die Qualität der Mutterpflanzen nach, in­folgedessen auch die Qualität der Stecklinge. Na, ja, da bekanntlich die Nachfrage im Busi­ness das Angebot bestimmt, war der größte „Run” jeweils auf die neueste Sorte, die gera­de im Angebot war.

grow! Welche Leuten kamen dann, um die

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