Rechtzeitig Hanf Zwitter erkennen

March 30th at 6:23am Tasha Maxwell

Die Launen der Natur machen auch vor dem Hanf nicht Halt. Obwohl die Pflanze eigent­lich einhäusig ist, d. h., es gibt sepa­rate männliche und weibliche Exemplare, gesellt sich mitunter eine dritte, bei Growern äußerst unbeliebte Form dazu: Hermaphro­dismus, zu deutsch Zwittrigkeit.

Bei diesen finden sich männliche und weibliche Blütenorgane auf ein und derselben Pflanze vereint. Vollzwittrige Hanfpflanzen treten indessen selten auf, meist beschränkt sich der

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Herma­phrodismus auf einzelne Partien von männli­chen Blüten oder Blütentrauben an primär weiblichen Pflanzen, es handelt sich um sog. leichte Zwitter. Aber auch leichte Zwitter kön­nen schwere Folgen haben: Bemerkt man die männlichen Blüten nicht rechtzeitig, kommt es zur Öffnung der Staubbeutel und der Pollen wird mit freundlicher Unterstützung des Ventilators in den Grow-Room entlassen. Dies führt zu unkontrollierten Bestäubungsvorgängen an den anwesenden Damen. Je nach Menge des Pollens werden ihre Buds infolgedessen nach einiger Zeit teil- oder vollbesamt sein, worunter Potenz und Rauch-Qualität des Endproduktes leiden. Harmlos ist dagegen das Phänomen, dass bei lang blühenden Indoor-Sorten manchmal in der Endphase der Blüte an den Hauptbuds verein­zelte männliche Blüten entstehen. Denn deren Pollen ist meist unfruchtbar, und selbst wenn er mal fruchtbar sein sollte, stellt er für die Pflanze(n) keine Gefahr mehr dar - der Ernte­zeitpunkt ist meist nicht mehr fern, eine Bestäubung hat keinerlei Auswirkungen mehr auf die weibliche Blüte, es kommt nicht zur Sa­menbildung. Und wenn doch - hat man einige wenige Seeds, ist doch prima. Diese Form von Zwittrigkeit ist also unproblematisch.

„Echte" leichte Zwitter, die früher und in größe­ren Mengen Pollen produzieren, müssen jedoch „kastriert" werden. Bei hochwertigem F 1-Saat­gut, wie es die Seed Banks anbieten, kommen sie sehr selten vor, ich hab's in meiner Karriere vielleicht bei zwei bis drei Pflanzen erlebt. Es gibt allerdings eine bestimmte Samen-Klas­se, die deutlich öfter leichte Zwitter hervor­bringt: Feminisierte Samen. Egal, ob von Dutch Passion, No Mercy Supply, Nirvana oder Soma Seeds, von vier Samen ist stets mindestens ei­ner zwittrig. Trotz entgegenlautender Verspre­chen ist es den besagten Seed Banks bisher nicht gelungen, die Natur hundertprozentig auszutricksen. Wenn man also mit diesem spe­ziellen Material arbeitet, ist von Anfang an al­lergrößte Aufmerksamkeit angesagt, weil die Wahrscheinlichkeit einzelner männlicher Blü­ten deutlich erhöht ist legal highs kaufen

Man muss die verheerenden männlichen Blü­ten rechtzeitig aufspüren und entfernen. Wenn das geschafft ist, hat man gute Karten: Leichte Zwitter unterdrücken daraufhin meist den oh­nehin schon schwachen Wachstumsimpuls für männliche Blütenorgane, die Pflanze blüht voll weiblich aus. Unter Umständen ist aber nach einigen Wochen das erneute Entfernen einer weiteren Generation von männlichen Blüten angesagt (vor allem bei feminisiertem Saatgut), man muss das mögliche Nachwachsen dersel­ben regelmäßig kontrollieren.

Wie schwer das Aufstöbern der männlichen Blüten bei leichten Zwittern ist, hängt von ihrer Position ab. Gemeinerweise entstehen sie meist an den unteren und mittleren Trieben und dort in aller Regel an der Basis eines weiblichen Blüten­standes. Um sie auf­zuspüren, muss man also von unten an der Pflanze hochsehen.

Aber das ist nur eine Tendenz bzw. ein Erfah­rungswert, theoretisch sind alle Stellen als Ent­stehungsort denkbar und sollten auch abge­checkt werden. Ich habe ferner die Erfahrung gemacht, dass bei leichten Zwittern die ersten männlichen Blüten meist drei oder vier Wochen nach Einleitung der Blüte sichtbar werden. Je nach Verzweigungsgrad und Dichte der Pflanze wird es aufwändig sein, jeden einzelnen Blü­tenansatz zu kontrollieren. Aber wenn man auch nur eine Stelle sieht, sollte man die ganze Pflanze intensiv „scannen". Hilfreich beim Ent­fernen ist eine Pinzette.

Es ist stets ratsam, seine Damen aufmerksam zu beobachten, sei es nun in Hinsicht auf Schädlinge oder eben männliche Blüten. Aber das Mühsal regelmäßiger Kontrollen lohnt sich. Vor allem, wenn man die leidvolle Erfahrung einer Bestäubung durch unbemerkte männli­che Blüten einmal gemacht hat, weiß man, dass keine Arbeit zu schade ist, um das ersehnte Endergebnis - voll ausgeblühte, samenlose und harzige Sinsemilla-Buds - sicherzustellen.

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