Mein eigenes Gras anbauen, wie fange ich das an? – Stecklinge schneiden

  • 20. Juli 2011
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Das Thema Stecklingsschnitt ist noch nicht ganz abgeschlos­sen, denn es gibt noch eine Möglichkeit, ohne Mutterpflanzen Stecklinge zu nehmen. Mutterpflanzen werden etwas größer, und mit jeder Ebene Stecklinge, die man nimmt, werden sie höher. Viele von euch müssen aber recht behelfsmäßig arbeiten und haben entweder nur sehr wenig Platz oder nur eine geringe Raumhöhe zur Verfügung. Wenn ihr trotzdem mit Stecklingen arbeiten wollt, dann ist das aber dennoch möglich.

Ihr habt Saatpflanzen oder Jungpflanzen aus Stecklingen herangezogen, und diese sind nun soweit, dass man sie in die Blüte stellen kann. Die untersten Triebe, die sich als Stecklinge eignen, werden nun geschnitten, um sie zu bewurzeln. Die Triebe eurer Saatpflanzen oder Jungpflanzen wachsen aber nicht kräftig? Wenn die Saatpflanze drei bis vier Wochen alt ist, oder wenn der Steckling einge­pflanzt ist und bereits sichtlich wächst, nimmt man die oberste Triebspitze. Nun wird die Pflanze mit zwei Haupttrieben wachsen, diese läst man heranwach­sen, bis man über einem Blattpaar die Triebe als Stecklinge nehmen kann. Man schneidet sie runter.

Nun kann man die Jungpflanze auch schon in den größeren Topf setzen, man kann sie in die Blüte stellen oder ihr noch etwas Zeit zur Erholung geben. Diese Pflanzen werden dann mit vier obersten Trieben wachsen, der Hauptbud wird nicht so dick, wie wenn man die Spitze lässt, aber dafür hat man vier Triebe und die Fläche ist gleichmä­ßiger ausgefüllt. Man kann somit von Jungpflanzen entweder die untersten Triebe als Stecklinge nehmen, oder man nimmt die Spitze, lässt zwei Triebe wach­sen und nimmt diese als Stecklinge. Das geht zwar, ist aber nur behelfsmäßig. Es hat auch den Nachteil, dass die genom­menen Stecklinge nach vier Wochen als Jungpflanzen in die Blüte können und diese noch voll stehen wird. Man müsste nun sozusagen die halbe Blütekammer mit Jungpflanzen vollstellen und die andere halbe Kammer mit halb fertigen Pflanzen. Es ist leider etwas provisorisch, sich so seine Stecklinge zu schneiden. Aber wer es ausprobieren möchte, der sollte das tun.

Ob man nun von einer Pflanze, die gut mit den Trieben wächst, die untersten beiden Triebe nimmt, oder ob man ihr die Spitze nimmt, um die obersten bei­den Triebe nehmen zu können – von einer Pflanze erhält man zwei Stecklinge und das ist auch gut so. Da diese unter­schiedlich schnell bewurzeln, erhält man ungefähr die Hälfte der Stecklinge in derselben Wuchsphase, die anderen Stecklinge sind schneller oder langsamer durchwurzelt. Man entsorgt diese dann oder verschenkt sie.

Nun braucht man wie bereits ange­merkt aber in der Regel acht bis zehn Wochen für die Blüte, und die Stecklinge wären bis zu ihrem Einsatz schon einen knappen Meter groß, das soll aber nicht sein. Angenommen, man braucht die Stecklinge nach acht Wochen und gibt ihnen sechs Wochen zum Bewurzeln und Heranwachsen, dann hat man zwei Wochen zuviel. In diesen zwei Wochen sind die Stecklinge angewurzelt und wachsen vielleicht mschon ein wenig.

Man schneidet den Steckling einfach über der Steinwolle oder dem Jiffy Torfquellballen ab und setzt ihn erneut in ein Wuchsmedium. Der Steckling muss noch einmal anwur­zeln und hat nun exakt sechs Wochen Zeit, bis er in die Blüte kommt. Oder die Blüte beträgt zehn Wochen, und die Stecklinge sollen nur in vier Wochen wurzeln und wachsen. Dann setzt man die bewurzelten Stecklinge in Erde. Man schneidet sie so zurück, dass sie mit kräf­tigen Trieben wachsen können. Wenn vier Wochen vergangen sind, nimmt man sich frische Stecklinge und entsorgt oder verschenkt die alten Pflanzen.

In beiden Fällen wird man zum Zeitpunkt, wenn die Blütekammer leer ist, wieder gleichmäßig gewachsene Jungpflanzen haben, von denen man nun wieder die untersten oder ober­sten beiden Triebe als Stecklinge nimmt. Somit braucht man keinen Platz mehr für die Mutterpflanzen, man braucht nur noch Platz für die Bewurzelung der Stecklinge und dann für die heranwach­senden Jungpflanzen.

Das Bewurzeln geht am besten unter Leuchtstoffröhren mit Pflanzenlicht, und das reicht auch für die Jungpflanzen, auch wenn hier nun ein Metall-Halogenstrahler oder eine Quecksilberdampflampe bes­ser wären. Man nimmt etwa 250 Watt auf einen Quadratmeter, wenn man weniger Fläche hat, eben weniger. Aber zum Bewurzeln der Stecklinge sollte man dennoch Leuchtstoffröhren verwenden, denn die kann man auf 60 Zentimeter Länge in die Vorblütekammer hängen, um den Propagator darunter zu stellen.

Da die Genetik nur als ein Haupttrieb in die Höhe wach­sen würde, werden den Jungpflanzen zweimal die Spitzen genommen. Wenn man ohne Mutterpflanzen arbeiten würde, dann könnte man die beim zwei­ten Spitzenschnitt als Stecklinge ver­wenden. Diese Jungpflanzen werden mit 30 cm in die Blüte gestellt und werden bis zu einem Meter groß, im Schnitt um etwa 80 cm.

Nun geht es aber weiter. Die Jungpflanzen, ob aus Saat oder aus Stecklingen herangezogen, werden in die Blüte gestellt. Der Unterschied zwischen der Vorblüte und der Blüte besteht darin, dass man in der Vorblüte 18 Stunden Licht zu sechs Stunden Dunkelheit gibt, in der Blüte gibt man zwölf Stunden Licht bei zwölf Stunden Dunkelheit. Das Pflanzenwachstum wird über die Hormonausschüttung bestimmt, und diese erfolgt über die Beleuchtungslänge. Erst wenn die Beleuchtung auf zwölf Stunden gesenkt wird, fängt die Pflanze im Regelfall an zu blühen. Ausnahmen bildet hier der rus­sische Ruderalhanf (Cannabis ruderalis) oder auch Kreuzungen mit ihm. Diese Pflanzen beginnen mit der Blüte unab­hängig zur Beleuchtung dann, wenn sie sich weit genug entwickelt haben. Der Ruderalhanf ist aber etwas THC-ärmer. Für normalen Hanf ist sehr darauf zu ach­ten, dass es in der Nachtphase auch wirk­lich dunkel ist, damit andere Hormone ausgeschüttet werden und die Pflanzen alle zu blühen beginnen.

Ich habe auf CoGr-Matten gearbeitet. Ich habe die Jungpflanzen mit Töpfen ohne Boden auf die Matten gestellt. Damit die Pflanzen in die Seitentriebe gehen und die Fläche ganz ausfüllen, sind ihnen zweimal die Triebspitzen genommen worden. Die Fläche von 2m2wird nur mit 400 Watt und dem Licht von den Seiten ausgeleuchtet. Zu den Seiten stehen die älteren Wuchsstufen, um die Mutterpflanzen auszulasten, habe ich mit drei Altersstufen gearbeitet.

Wenn die Jungpflanzen nun etwa 15 bis 40 Zentimeter groß sind, ist im Normalfall der Zeitpunkt gekommen, sie in die Blüte zu stellen. 15 Zentimeter bei starken Sativas, 40 Zentimeter bei wuchs-schwachen Indikas. Eine Pflanze, die in der Vorblüte schon keine Seitentriebe gebildet hat, wird dieses in der Blüte meist auch nicht machen und einfach senkrecht nach oben schießen. Dann werden zum Füllen der Fläche mehrere Jungpflanzen benötigt, 16 Stück kann man auf den Quadratmeter stellen. Wenn die Pflanzen aber in die Seitentriebe gehen, oder wenn man ihnen zweimal die Triebspitze genommen hat, dann werden die Pflanzen mehr Fläche aus­füllen können. Dann ist es in der Regel besser, wenn man nur neun Pflanzen auf den Quadratmeter stellt. Aber wie ihr das genau machen müsst, werdet ihr erst dann wissen, wenn ihr die Genetik erst mal habt blühen lassen. Erst dann wisst ihr, wie die Pflanzen wirklich wachsen und wie viel Fläche sie füllen werden.

Die Jungpflanzen werden in der Blüte erst noch stärker wachsen als in der Vorblüte, sie wachsen mit bis zu 5 Zentimeter am Tag. Somit müssen die Reflektoren regelmäßig hoch gezogen werden. Solange die Pflanzen noch in die Höhe wachsen, ist ein blaues Licht von Vorteil, 250 Watt auf den Quadratmeter reichen aus. Ihr könnt somit also Metallhalogen, Quecksilberdampf oder auch Natriumdam pf mit einer Röhre mit hohem Blauanteil verwenden. Die Temperatur soll in der ganzen Blüte bei 24 °C

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