grausam und unsichtbar Weichhaut Milben

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Unter dem allgemeinen Begriff Weichhautmilben fallen einige schädliche Arten der Gattungen Tarsonemus und Hemitarsonemus auf. Weichhautmilben sind schwer zu erkennen, da sie zum einen sehr klein sind und zum anderen sehr versteckt leben. Die ca. 0,15 bis 0,2 mm länglichen bis breit ovalen Milben haben je nach Art eine weißlich durchscheinende oder auch eine gelblich-bräunliche Körperoberfläche. Obwohl ich an vielen Pflanzen die Weichhautmilben bekämpfte konnte ich erst nach Monaten eine finden und identifi­zieren! Hohe Luftfeuchtigkeit begünstigt die Vermehrung und somit die Ausbreitung der Milben. Wenn sie sich aber einmal eingenistet haben ist es ziemlich gleich ob es Schwankungen in der Luftfeuchte gibt oder nicht. Solange keine wirksamen Mittel eingesetzt werden schreitet das Krankheitsbild und die Ansteck­ungsgefahr unter den Pflanzen munter voran. Weichhautmilben saugen an den Zellschichten der verschie­denen Pflanzen, besonders gerne an jungen wachsenden Trieben. Der erste erkennbare Schaden tritt meistens oben an den Triebspitzen der Hanfpflanzen auf und wandert nach unten. Die charakteristischen Erkennungsmerkmale sind Blattkräuselungen, Verkorkungen auf der Blattunterseite, Triebstauchungen, Kleinblättrigkeit, Verkrüppelung und Vertrocknung der Blüten. Weichhautmilben geben beim Saugen an Blattzellen Giftstoffe ab. Dadurch kommt es zu Deformationen der Blätter und der Triebspitzen. Bei blühen­den Hanfpflanzen verkümmern die Blüten und die Fäden der Kalyxe sterben ab oder sind sehr klein. Die Blüte wird schlagartig gebremst, als würde die Pflanze wieder in den vegetativen Zustand wechseln.

Weder Düngerbeigaben noch herkömmliche Behandlungen mit Biopestiziden können den zwerghaften Wuchs der befallenen Pflanzen aufhalten. Weichhautmilben sind unglaublich resistent gegen alle bekann­ten Mittel. Dagegen sehen Spinnenmilben wie zahme Lämmchen aus!

In einem ständig benutzten Pflanzenzimmer ist die Schädlingsbekämpfung von Weichhautmilben am schwiergisten… wenn nicht sogar aussichtslos. In Ländern wo Nützlinge erhältlich sind kann man es auch mit Raubmilben versuchen. Das Pestizid Kiron vernichtet die Milben restlos. Es ist für Zierpflanzen (bei Weichhautmilben), Obstbäume, Beerenobst, und Gemüse (Spinnenmilben) zugelassen. Für die Behandl­ung gegen Weichhautmilben darf es deshalb nicht an einer Mutterpflanze verwendet werden die in Kürze Stecklingsmaterial liefern soll. Eine Wartezeit von mindestens einem Monat ist erforderlich. Bis die neuen, vermutlich schädlingsfreien Stecklinge nach dieser Frist wurzeln und irgendwann geerntet sind dürfte das Mittel restlos abgebaut sein. Kiron darf nur ein Mal pro Kultur verwendet werden. Sollten die Weichhaut­milben immer wieder erneut durch verseuchte Erde, Strassenkleidung (saubere Schuhe oder Sandalen tra­gen!), oder dem Einzugsventilator ihren Weg in den Anbauraum finden, sind regelmässige Behandlungen mit biologischen Mitteln erforderlich. Die Auswahl ist leider sehr begrenzt. Es bleibt zu hoffen, dass die Netzschwefelmethode oder das Akarazid Vertimec Wirkung zeigen. Diese beiden Mittel konnte ich persön­lich nicht testen. Netzschwefel ist eine übelriechende Behandlung die sicherlich nicht für eine Homebox im Schlafzimmer geeignet ist. Das eigentliche Anwendungspotential liegt im Freilandanbau weil der Regen mit der Zeit den weißlichen Puderbelag von den Blättern abspült. Ansonsten ist extreme Vorsicht angebracht beim Maniküren der späteren Ernte, damit keine Restbestände vom Netzschwefel geraucht werden.

Deshalb sollte diese Behandlung nur während der Wachstumsphase stattfinden wo sich die Blütenstauden noch nicht entwickeln. Wichtige Mutterpflanzen könnten durch diese Methode ebenfalls Rettung finden. Der Netzschwefel klebt sehr hartnäckig an den Blättern und lässt sich schwer mit einer Dusche abwas­chen. Es ist besser möglichst schnell von der, erholten und schädlingsfreien Mutterpflanze Stecklinge zu nehmen und sie nach dem erfolgreichen Anwurzeln der Stecklingen zu entsorgen.

Ich entschied mich letztendlich für eine komplette „Sanierung“ und seitdem ist wieder Ruhe. Nach der Entfernung aller Pflanzen sollte der Anbauraum vollständig gereinigt werden. Wichtig ist auch, die Quelle für die Milben zu entdecken. Manchmal sind die, ansonsten zuverlässigen, Substrate daran Schuld. In meinem Fall bin ich davon überzeugt das ein verseuchter Sack Erde die Weichhautmilben einführte.

Bei der Bekämpfung von Weichhautmilben ist eine frühe Erkennung des Befalls sehr wichtig. Deshalb stelle ich für diesen Artikel mehrere Fotos zur Verfügung die bei der Identifizierung helfen sollen. Ein Befall breitet sich normalerweise von den Triebspitzen nach unten aus.

1.  Das Frühstadium sieht verwechselbar ähnlich aus wie eine leichte Überdüngung oder einen „Hitze-schlag“. Fehlen aber die Gründe für solch eine Reaktion an der Pflanze liegt die Vermutung eines Schäd­lingsbefalls nahe.

2.  Wenn man zu lange wartet breiten sich die Milben schnell aus. Die Blätter sehen dann extrem zerknittert und verkrüppelt aus.

3.  Bei blühenden Pflanzen verkümmern die Triebspitzen. Die Blütenfäden sterben schlagartig ab, als wären sie befruchtet, die Blüte wird eingestellt. Typisch ist auch die gelbliche Verfärbung der Spitze, die mit einem Eisenmangel verwechselt werden kann.

4.  Eine geriffelte, verkrümmte Form der Blätter ist ebenfalls typisch für einen fortgeschrittenen Befall von Weichhautmilben.

5.  An dieser, bereits in Behandlung stehenden, Pflanze sehen wir verschiedene Stadien des Befalls. Die Triebspitzen haben sich wieder etwas erholt und treiben gesunde Blätter aus. Direkt unterhalb sind stark beschädigte Blätter zu sehen, die der Pflanze aber noch erhalten bleiben. Etwas weiter unten sind ältere Blätter bereits am vertrocknen und absterben.

Behandlungsmethoden:

1.  Pflanzen in heisses Wasser bei ca. 42°C für 15 Minuten eintauchen. Funktioniert natürlich nur mit Stecklinge nach der Abnahme oder dem Anwurzeln.

2.  Mit rechtzeitigem Einsatz von Amblyseius-Raubmilben können Weichhautmilben bekämpft werden. Amblyseius cucumeris und Amblyseius barkeri haben hohe Ansprüche an die Temperatur (über 16°C) und die Luftfeuchte (höher 65%) .

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